10.02.2017 Bestserv hilft Unicar GmbH

Unternehmens-IT zu Microsoft Azure transformiert

Das Systemhaus Bestserv transformiert die operative Unternehmens-IT der Unicar GmbH zu Microsoft Azure. So ging man vor >>>

Die mit mehr als 250 Mitarbeitern an elf Standorten global aufgestellte Unicar Group kümmert sich um Erfassung, Auswertung und Dokumentation von weltweiten Übergabeprüfdaten ein, die der Vermeidung von Schadenskosten dienen, welche aus zunehmend längeren und ungeschützten Lieferketten resultieren. Beispielhaft dafür steht der weltweite Transport von Fahrzeugen, die vom Hersteller über die Straße, den Schienen- und Seeweg zum Bestimmungsort geliefert werden. Dieser Prozess wird von Unicar lückenlos über alle global verteilten Standorte verfolgt und für eventuell eintretende Schadensfälle umfangreich dokumentiert.

Bis 2016 wurden in der Unternehmenszentrale in Bremen selbst alle notwendigen Systeme für das globale operative Geschäft bereitgestellt. Dazu zählten Exchange Server Hosts, AD Services sowie RDS Dienste, die auf eine spezielle Softwarelösung zugriffen. Die Softwarelösung verwendete Microsoft SQL Server. Standorte kommunizierten über direkte VPN-Verbindungen und RDS mit dem Bremer Standort, und vereinzelt auch über automatisierte Email-Workflows, bei deren Eingang nachgelagerte Prozesse automatisch die Verarbeitung der Anlagen und Inhalte in der Softwareanwendung anstießen.

Cloudbasierte Lösung

Doch für eine entscheidende Prozess- und Kostenoptimierung, die Reduzierung von Komplexität sowie die Verbesserung der Ausfallsicherheit bei gleichzeitiger weltweiter Verfügbarkeit und Redundanz  hat sich für der Anwender eine cloudbasierte Lösung als zukunftsweisende Alternative erwiesen. Diese neue Cloudlösung sollte alle bestehenden Standort-, Online- und VPN-Dienste zur Verfügung stellen.

Als Partner wurde das Systemhaus Bestserv aus Marburg gewählt, das im ersten Schritt gemeinsam mit Unicar die IT-Infrastruktur sowie Workloads, Anwendungen und Abläufe in einem mehrtägigen Workshop analysierte. Auf Basis der Informationen konnte eine maßgeschneiderte IT-Lösung mit Azure und Office 365, sowie ein entsprechendes Angebot für die Migration und den Betrieb vorgestellt und anschließend erstellt werden.

Im nächsten Schritt erfolgte die Transition von Exchange on-premise nach Exchange Online. Die Konsolidierung der Lizenzierung und Postfachanzahl waren die ersten, positiv wirkenden Effekte. Dazu kam der globale Zugriff von unterschiedlichen Devices und Standorten aus.

Nach der erfolgreichen Integration von Exchange Online aus Office 365 erfolgte in weiteren Schritten der Aufbau der Microsoft-Azure-Umgebung. Dabei wurde zuerst eine dedizierte Verbindung zwischen der on-premise Welt und der Azure Umgebung für Unicar eingerichtet. Azure wurde so als Bestandteil der Unternehmens-IT integriert, inklusive der lokalen Netzwerke.

Im Anschluss wurde ein eigener Windows Domänencontroller in Azure installiert. Dieser synchronisierte sich mit dem noch lokalen Controller. Es folgten Fileservices und RDS-Terminalservices für den Zugriff auf die Software-Applikation. Für die UniCar-Softwarelösung erfolgte in Azure die Integration eines eigenen SQL Servers.

Herr Muehlleiter, IT-Verantwortlicher bei UniCar Bremen, zeigt sich begeistert: „Wir konnten sofort Testszenarios aufbauen und starten, ohne zuerst Investitionen zu tätigen und Installationskosten zu verursachen. Das war eine ganz neue Erfahrung.“

Fazit ist nun, dass Standorte der Unicar keine eigenständige VPN-Verbindung mehr zur Zentrale in Bremen benötigen. Für den Zugriff auf die Azure-Umgebung ist ein Internetanschluss völlig ausreichend. Gleichzeitig reduziert sich so der eigene Bandbreitenbedarf für den Internetzugang in Bremen. Die komplette Infrastruktur für die operativen Prozesse ist jetzt in Azure abgebildet. Zusätzlich hat man mit Azure zu jeder Zeit die Möglichkeit, weitere Kopien der Umgebung zu generieren, bis hin zur Einrichtung von Geo-Redundanzen.

Weitere positive Ergebnisse sind eine einfache und konsolidierte Lizenzierung sowie eine monatliche Abrechnung nur der Services, die auch effektiv eingesetzt und beansprucht wurden. Damit geht nun eine flexible und transparente Kostenstruktur einher, die eine Verbesserung gegenüber der bisherigen Lösung darstellt, berichtet der Anbieter.

Die Mitarbeiter von UniCar zeigen sich angetan von der neuen IT-Struktur: „Die Performance hat sich verbessert. Dazu kommt noch, dass wir einfacher auf die notwendigen Dienste zugreifen können. Das wirkt sich unmittelbar auf den Support durch die Zentrale aus, der zurückgefahren werden konnte.“

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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