11.09.2017 Mit Videos einen Zahn zugelegt

Video-Channel für die Dentalbranche

Von: Ina Schlücker

Die W&H Dentalwerk GmbH, Hersteller zahnmedizinischer Instrumente und Geräte mit Sitz in der Nähe von Salzburg, hat mithilfe einer Unternehmens-Videoplattform ihren eigenen Video-Channel gestartet. Dr. Corinna Dunst vom Team E-Marketing berichtet über das Vorreiterprojekt der Dentalbranche.

  • „Wir suchten nach einer Videoplattform, die weltweit ein leistungsfähiges Streaming ermöglicht“, berichtet Corinna Dunst von W&H Dentalwerk.

    „Wir suchten nach einer Videoplattform, die weltweit ein leistungsfähiges Streaming ermöglicht“, berichtet Corinna Dunst von W&H Dentalwerk.

  • Für W&H Dentalwerk war es entscheidend, dass die Videos auf jedem beliebigen Endgerät in bestmöglicher Qualität abspielbar sind.

    Für W&H Dentalwerk war es entscheidend, dass die Videos auf jedem beliebigen Endgerät in bestmöglicher Qualität abspielbar sind.

  • Die Hauptgeschäftsfelder der W&H Dentalwerk Bürmoos GmbH sind zahnmedizinische Instrumente und Geräte.

    Die Hauptgeschäftsfelder der W&H Dentalwerk Bürmoos GmbH sind zahnmedizinische Instrumente und Geräte.

ITM: Frau Dunst, welchen Stellenwert besitzen Online-Videos generell für die Kundenkommunikation bei W&H?
Corinna Dunst:
Sie spielen in unserem Content-Marketing-Konzept eine zentrale Rolle. Mit Videos lassen sich Informationen so emotional, einfach und schnell kommunizieren wie mit keinem anderen Medium. Das ist für uns besonders wichtig, weil wir es häufig mit komplexen Inhalten zu tun haben, die wir über Bewegtbilder sehr präzise und effektiv vermitteln können. Unser Video-Channel bietet Interessenten und Kunden großen Nutzen und macht uns zu einem Vorreiter in der Dentalbranche.

ITM: Seit wann setzen Sie auf Online-Videos? Was sind die wichtigsten Inhalte der Filme?
Dunst:
Generell setzen wir Online-Videos schon seit mehr als sieben Jahren ein. Dafür haben wir zunächst Youtube als Plattform genutzt, was viele Einschränkungen mit sich brachte. Wir konnten beispielsweise unser Corporate Design und unsere Corporate Identity damit nicht wie gewünscht umsetzen. Außerdem gingen die Nutzungsrechte hochgeladener Videos automatisch an Youtube über. Das war bei Videos mit Insider-Know-how nicht akzeptabel, wir haben sie deshalb auf unserer Website als Download angeboten. Diese Videos konnten dann aber nicht gestreamt werden und verursachten einen hohen Speicherbedarf in unseren Systemen. Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen, ein eigenes Videoportal zu starten. Seit Mai 2017 finden sich dort Filme über unsere Produkte und ihre Anwendungen, aber auch generell Wissenswertes zu verschiedenen Themen aus der Dentalwelt.

ITM: Welche Vorteile haben Ihre Kunden von den Online-Videos?
Dunst:
Sie erhalten laufend professionelle hochauflösende Videos zu zahnärztlichen und dentalchirurgischen Anwendungen sowie Experteninterviews mit nützlichen Tipps. Darüber hinaus können sie sich für einen exklusiven Zugang registrieren und erhalten zusätzlich Zugriff auf hochwertige Videostudien, OP-Filme und Behandlungsaufnahmen. Damit erlangen sie eine kontinuierliche Unterstützung in der alltäglichen Dentalpraxis.

ITM: Für die Verwaltung der Videos nutzen Sie eine Enterprise-Video-Plattform. Welche Funktionen sind dabei besonders wichtig?
Dunst:
Wir sind global aktiv und betreiben unseren Channel in den Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch. Demnächst werden auch noch chinesische, französische und polnische Versionen dazukommen. Besonders wichtig ist uns deshalb ein leistungsfähiges Streaming, das weltweit zur Verfügung steht – im Unterschied etwa zu Youtube, das ja in China gesperrt ist. Außerdem ist für uns entscheidend, dass jedes Video auf jedem beliebigen Endgerät einschließlich Mobilgeräte automatisch in der bestmöglichen Qualität abspielbar ist, die das jeweilige Gerät und die vorhandene Internet-Verbindung zulassen.

Die W&H Dentalwerk Bürmoos GmbH
Branche: Dentalbranche
Hauptgeschäftsfelder: zahnmedizinische Instrumente und Geräte
Gründungsjahr: 1890
Standort: Bürmoos in Österreich
Gesamtmitarbeiterzahl:über 1.000 weltweit


ITM: Welchen Speicherbedarf benötigen Sie für Ihre Video-Inhalte?
Dunst:
Wir haben derzeit mehr als 400 Videos in der Plattform liegen, die einen entsprechenden Speicherplatz beanspruchen. Die Zahl der Videos und damit auch der Speicherbedarf wachsen ständig an. Da die Enterprise-Video-Plattform cloud-basiert ist, spielt das für uns aber eigentlich keine Rolle mehr.

ITM: Warum führten Sie eigens eine Enterprise-Video-Plattform ein und verwalten die Videos nicht über klassische Content- oder Digital-Asset-Management-Systeme (CMS, DAM)?
Dunst:
Unsere Anforderungen lassen sich mit klassischen CMS- und DAM-Systemen nicht umsetzen, da sie nicht über die nötigen Videotechnologien verfügen. Das gilt insbesondere für das leistungsfähige, responsive weltweite Streaming. Nachdem die Entscheidung für den Aufbau eines eigenen Video-Channels gefallen war, haben wir uns mit den Spezialisten unserer Digitalagentur und unseres IT-Teams zusammengesetzt und sind unsere Anforderungen durchgegangen. Da war schnell klar, dass wir das nur mit einer speziellen Enterprise-Video-Plattform realisieren können.

ITM: Haben Sie die Videoplattform in vorhandene Geschäftsanwendungen eingebunden?
Dunst:
Die Videoplattform ist über eine Schnittstelle in das Content-Management-System Imperia integriert, mit dem wir das Frontend unseres Video-Channels abbilden. Die Redakteure laden die Videos auf die Plattform hoch und hinterlegen dort Meta-Informationen wie Titel oder Beschreibungen. Schalten sie ein Video frei, wird es über die Schnittstelle automatisch an Imperia übertragen und in das Frontend des Video-Channels eingebettet. Die Zuordnung kann automatisiert erfolgen, da die Struktur der Video-Ablage in der Videoplattform eins zu eins der Struktur des Frontends in Imperia entspricht.

ITM: Sie haben sich für Movingimage entschieden. Was sprach für dessen Lösung?
Dunst:
Beim Anbieter selbst war uns wichtig, dass er aus dem europäischen Raum stammt, damit es nicht aufgrund von Zeitverschiebungen zu Verzögerungen beim Support kommt. Bei der Plattform war neben dem weltweit verfügbaren Streaming u.a. die Flexibilität von Movingimage entscheidend. Wir wollten die Möglichkeit haben, mit Imperia ein individuelles Frontend für den Video-Channel aufzubauen und es dann mit der Plattform zu befüllen. Bei vielen anderen Anbietern wären wir gezwungen gewesen, deren Frontend zu verwenden. Zusätzlich spielten Aspekte wie einfache Administration, Archivierung und Analysemöglichkeiten eine Rolle sowie das Thema Sicherheit.

ITM: Wie ist es um die Sicherheit der cloud-basierten Plattform bestellt? Wissen Sie, in welchen Rechenzentren Ihre Videodaten vorgehalten werden?
Dunst:
Movingimage betreibt seine Plattform auf Microsoft Azure und stellt dabei durch seine Vorgaben sicher, dass die Daten standardmäßig in europäischen Rechenzentren gehostet werden, die der europäischen Datenschutzrichtlinie unterliegen. Desweiteren stehen uns spezielle Sicherheitsfunktionen zur Verfügung. Die Plattform ist durch ein Login gesichert, sie bietet ein umfassendes Rechtemanagement und schützt Datenübertragungen durch SSL-Verschlüsselung. Nicht zuletzt können wir durch IP-Range-Kontrolle genau festlegen, in welchen Ländern ein Video verfügbar sein soll und in welchen nicht.

Bildquelle: W&H

 

 

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