Virtuelle Währungen und Zahlungstechnologien gewinnen zunehmend an Bedeutung – auch unter den Verbrauchern, so eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Bearing Point.
Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher hat also schon mal von virtuellen Währungen und Zahlungstechnologien gehört. Somit wird der Abstand im Bekanntheitsgrad im Vergleich zu klassischen Online-Zahlungsmethoden immer kleiner.
Damit liegt die Nutzung von Kryptowährungen mit 5 Prozent also noch weit hinter den anderen Zahlungsmitteln.
Dr. Robert Bosch, Partner bei Bearing Point im Bereich Financial Services, kommentiert die Studienergebnisse: „Die inzwischen hohe Bekanntheit von virtuellen Währungen im Verhältnis zum prozentual kleinen Nutzerkreis bedeutet, dass diese Währungen gerade in den Kinderschuhen stecken und Laufen lernen. Eine Nutzung von 5 Prozent ist nicht mehr rein experimentell oder durch technische Faszination motiviert. Kryptowährungen werden langsam zu einem Bestandteil des Finanzmarkts und ich bin davon überzeugt, dass ihre Verbreitung schnell weiter steigen wird.“
Auch 43 Prozent der Befragten gehen von einer Weiterentwicklung virtueller Währungen und Zahlungstechnologien aus.
Laut Studie wird es virtuelle Währungen vorrangig parallel und als Ergänzung zu klassischen Zahlungsmitteln geben. Von einer Dominanz kann in der nahen Zukunft noch nicht die Rede sein.
„Kryptowährungen haben ein gutes Entwicklungspotenzial. Ihnen wird aber eher eine begleitende Rolle im Finanzsystem zugeordnet. Um ihre Entwicklung zu beschleunigen und die Hürden auf dem Weg zu überwinden, müssen wir die entsprechenden technischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen im gesamten Finanzsystem schaffen sowie die Verbraucher im Umgang mit innovativen Zahlungsmethoden intensiver informieren und vertrauter machen“, fügt Dr. Robert Bosch hinzu.
Über die Studie
Zum Thema „Virtuelle Währungen und Zahlungstechnologien “ wurden ca. 1.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im Juni/Juli 2016 statt. Bei der Beantwortung der Fragen waren zum Teil Mehrfachnennungen möglich.
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