21.03.2017 Kommentar

Vom Schlagwort in die Praxis

Von: Guido Piech

Digitalisierung, Transformation, Disruption, Revolution, Sharing Economy: Jede Menge große Worte werden bemüht, um mittelständischen Unternehmen vor Augen zu führen, wie wichtig die Modernisierung ihrer IT-Landschaften für die eigene Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit sei. Als wenn die Unternehmen das nicht längst wüssten, denn nichts anderes haben sie in den vergangenen Jahrzehnten ja gemacht. Denn sonst hätte der deutsche Mittelstand nicht eine derart führende Position im Weltmarkt inne.

Mit dem alleinigen Herunterbeten der Begriffe Digitalisierung, Transformation, Disruption und Revolution ist es jedoch nicht getan. Da muss mehr kommen, und zwar praxistaugliche Beispiele. Und die kommen derzeit tatsächlich. Sowohl unsere Gesprächspartner im Titelinterview als auch die ERP-Anbieter haben mittlerweile Ansätze gefunden, die wirklichen Nutzen stiften können.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 03/2017. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Für diesen Nutzen bedarf es der von vielen Experten fortwährend propagierten allumspannenden Vernetzung nicht. (Die ja immer auch Einfallstor für ungebetene „Gäste“ sein kann). Vielmehr geht es um die Verbesserung der eigenen Produktionsprozesse mittels Sensorik und die Integration von zusätzlicher Funktionalität in die eigenen Bauteile, was wiederum den Kunden mehr Konfigurationsmöglichkeiten und Flexibilität bringt.

Eine Bemerkung noch zum Schluss: Den Medien wird häufig unterstellt, sie wären für die Verbreitung obenstehender Begrifflichkeiten verantwortlich. Ich möchte in diesem Falle nur für IT-MITTELSTAND sprechen, wenn ich zugebe, dass wir Begrifflichkeiten wie Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge auch an der einen oder anderen Stelle verwenden. Die unzähligen Pressemitteilungen jedoch, die uns täglich mit den genannten Schlagworten erreichen, haben wir definitiv nicht selbst verfasst.

Bildquelle: Thinkstock / Digital Vision

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