09.02.2017 1. FC Nürnberg modernisiert Fibu

Warum der FCN auf ERP aus der Cloud setzt

Volle Stadien, zig Tore – das verbinden viele mit Fußball. Dabei sind Fußballvereine auch Unternehmen mit dem Umsatz von Mittelständlern, der ein entsprechendes Finanzwesen benötigt. Damit das Zusammenspiel zwischen Sport und Zahlen klappt, hat der 1. FC Nürnberg seine Prozesse mit der Cloud-ERP-Technologie von SAP automatisiert.

1. FC Nürnberg nutzt Cloud-ERP

Damit mit Sport und Zahlen alles klappt, hat der 1. FC Nürnberg seine Prozesse mit einem Cloud-ERP automatisiert.

Der Klassenerhalt in Deutschlands höheren Fußballligen fordert mehr als nur Tore: Jeder Verein muss so profitabel wirtschaften, dass die Gehälter der Spieler und der Vereinsbetrieb finanziert werden können. Dr. Mario Hamm, Direktor Finanzen, Controlling, Prozess- und Projektmanagement beim 1. FC Nürnberg, kennt auch finanziell die Unterschiede zwischen dem „Oberhaus“ und der 2. Bundesliga. Mindestens 20 Millionen Euro, so seine Schätzung, gehen einem Verein bei einem Abstieg verloren. Und dann geht es schlagartig um die Liquidität. Zuletzt hat Hamm das bei dem Abstieg des Clubs in der Saison 2013/14 erlebt. Statt 64,4 Millionen Euro in der 1. Bundesliga, machte der Verein nach dem Abstieg „nur“ noch 47,2 Millionen Euro Umsatz. Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsräte und Banken wollen dann schnell transparente und belastbare Zahlen sehen, um auf einer soliden Basis Entscheidungen zu treffen.

Das Fußballgeschäft ist cashflow-getrieben

Ziel war es, mit der Zentralisierung der Daten und optimiertem Echtzeitzugriff diese Entscheidungen zu ermöglich. Dazu mussten überholte und unflexible Altsysteme abgelöst werden. Die Prozesse im Vertrieb und in der Logistik sollten weitestgehend automatisiert und standardisiert werden, um die Produktivität zu steigern. Einnahmen sollten gesteigert und Prozesse transparenter werden.

Seit Mitte 2012 stehen den leitenden Angestellten des Clubs u.a. Management- und Kostenstellenreports über eine Cloud-Oberfläche zur Verfügung. Dabei bildet SAP Business By Design die Bereiche Finanzen, Controlling, Personal, Warenwirtschaft und Projektmanagement ab. „Ein Kern mit unterschiedlichen Perspektiven, der uns gerade in der Krise Nutzen gebracht hat“, so Hamm. Gründe für die Wahl von SAP waren das Angebot des Cloud-Hostings des deutschen Anbieters, das die Daten nach der strikten deutschen Gesetzgebung schützt, der weltweite Zugriff mit mobilen Apps sowie die vorherigen positiven Erfahrungen mit SAP-Lösungen.

Auch in der Finanzabteilung hinterlässt die neue Software Spuren. „Mittlerweile ist unser Automatisierungsgrad bei der Verarbeitung von Rechnungen und Finanztransaktionen in den vergangenen Jahren von 60 auf 80 Prozent gestiegen“, sagt Hamm. Für Analysen und Prognosen kann das Management auf Echtzeitdaten zugreifen. Seit der Einführung der Cloud-ERP-Lösung hat der Club mehr Umsatz aus dem Spielbetrieb erzielt. Der Finanzabschluss dauert jetzt 14 Tage statt sechs Wochen. Insgesamt sind die Prozesse transparenter und auch die Einnahmen konnten gesteigert werden, sodass dem Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga zumindest betriebswirtschaftlich nichts mehr im Wege steht.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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