Beim CEO-Fraud adressieren Unbekannte gezielt Mitarbeiter, die Zugang zu sensiblen Daten haben oder zahlungsberechtigt sind, wie etwa Assistenzen der Geschäftsleitung oder Mitarbeiter der Controlling- und HR-Abteilungen. Diese erhalten eine E-Mail mit dem Namen des Geschäftsführers als vermeintlichem Absender. Meist wird darin eine dringliche, vertraulich zu behandelnde Transaktion angekündigt, wie etwa die Akquisition eines Unternehmens, für die eine umgehende Überweisung eines höheren Geldbetrags nötig sei.
Generell sind alle Unternehmensgrößen von CEO-Fraud betroffen. Die Betrüger wägen die jeweilige Firmengröße ab und passen den geforderten Geldbetrag sowie den Anlass der Zahlung entsprechend an. Im Vergleich zu mittelständischen Unternehmen setzen Konzerne bei hohen Überweisungen in der Regel allerdings strengere Schutz- oder Kontrollmechanismen ein, mit denen sich größerer finanzieller Schaden meist verhindern lässt.
Quelle: Bernhard Hecker, Retarus
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