3D-Technik

Wenn das Bild ins Auge springt

3D-Displays mit 3D-Gestensteuerung statt Maus, Tastatur und Monitor? Solche Dinge gibt es als Trick in Hollywood-Filmen oder als marktfähiger Prototyp in den Fraunhofer Instituten.

3D-Displays eignen sich auch für die Konstruktion

3D ist ein Trend, der meist der Unterhaltungsindustrie und der Entwicklung von Computergames zugeordnet wird. Doch auch Unternehmen aus Konstruktion und Maschinenbau können von 3D-Displays profitieren. Wie das in naher Zukunft gehen soll, demonstrierte das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI auf der Cebit.

Das Institut beschäftigt sich seit einigen Jahren mit innovativen Lösungen für Anwendungen rund um 3D-Darstellung sowie interaktiven Steuerungen, die ohne Maus und Tastatur auskommen. Auf der CeBit demonstrierte das Fraunhofer HHI den speziellen, einsatzbereiten 3D-Kiosk "Free2C_smart".

Er ermöglicht eine realitätsnahe Simulation von dreidimensionalen Objekten, die vor dem Display zu schweben scheinen. Benutzer können diese Objekte mit dem bloßen Auge sehen und mit der Hand steuern. Die am Monitor angebrachten Kameras registrieren Abstand und Position der Augen des Betrachters. Auf Grundlage dieser Daten wird errechnet wie die für die 3D-Darstellung notwendigen Teilbilder ineinander verschachtelt und angeordnet werden müssen.

Eine in das Display integrierte Linsenscheibe sorgt dafür, dass die erzeugten Bildinformationen entsprechend der Kopfbewegung des Betrachters nachgeführt werden. Zusätzlich ermittelt ein Hand-Tracking-System die genaue Position der Finger und analysiert deren Bewegung. Aufgrund dieser Informationen kann das Objekt auf dem Schirm bewegt werden.

Der Kiosk eignet sich hervorragend als intuitiv nutzbares Infoterminal für die attraktive Präsentation von Ausstellungsstücken und High-Tech-Produkten in Schauräumen. Die große fotorealistische 3D-Darstellung wirkt als ein Blickfang, dem sich keiner entziehen kann. Unternehmen können damit zum Beispiel eine Hightech-Präsentation von Werkstücken oder Konstruktionen verwirklichen.

Ganz andere Einsatzgebiete gibt es zum Beispiel in Museen, in denen mit der 3D-Technik wertvolle Ausstellungsstücke die zumindest virtuell die Vitrinen verlassen und allen Besuchern "handgreiflich" verfügbar gemacht werden können. Doch die Technologie besitzt das Potential, weit über die reine Präsentation hinaus zu gehen.

Mit räumlichen Objekten zu arbeiten und zu interagieren ist für viele Arbeitsbereiche in den unterschiedlichsten Branchen notwendig. So könnten zum Beispiel Maschinen sauber und hygienisch gesteuert werden durch berührungsloses Arbeiten an 3D-Bedienelementen. Auch in der Konstruktion dürften solche 3D-Displays Vorteile bringen. So ist zum Beispiel das Arbeiten an virtuellen 3D-Modellen einfacher als auf dem zweidimensionalen Bildschirm.

Bildquelle: Fraunhofer HHI

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