OwnCloud ersetzt mehrere Dienstearten aus der Public Cloud. Die Anwender können Adressen, Termine, Bilder, Office-, Video- und Audio-Dateien teilen und synchronisieren. Dokumente im Open-Doc-Format können außerdem gemeinsam bearbeitet werden. Anwender können die Daten jederzeit, überall und mit jedem Endgerät nutzen und behalten dennoch die volle Kontrolle über all ihre digitalen Inhalte.
Die Software für die eigene Wolke gibt es in den zwei Varianten: Als Enterprise Edition und als Community-Edition. Die Community Edition ist kostenlos und muss in Eigenregie installiert, konfiguriert und betreiben werden - zum Beispiel bei einem Webhoster oder auf einem eigenen Linux-Server. ie Enterprise Edition bietet gegen zusätzliche Gebühren qualitätsgeprüfte Updates und Erweiterungen für den Unternehmenseinsatz.
Dazu gehören Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung der Benutzeroberfläche im Corporate Design, zusätzliche Management-Tools sowie eine Schnittstelle für Plugins, mit denen zum Beispiel die Daten oder Dateien von Geschäftsanwendungen in die eigene Cloud integriert werden können. Die Business-Kunden erhalten außerdem professionellen technischen Support und haben Mitsprachemöglichkeit bei der Entwicklung.
Besonders die einfache, aber für viele Anwendungsfälle vollkommen ausreichende Cloud-Textverarbeitung macht das System attraktiv. Es eignet sich dadurch für alle kleineren bis mittelgroßen Unternehmen, die auf Cloud-Komfort nicht verzichten wollen, sich aber um die Speicherung Ihrer Daten sorgen.
Seit der CeBIT ist die Enterprise-Edition von ownCloud 6 lieferbar. Sie besitzt eine Vielzahl an neuen Erweiterungen, die stärker in Richtung Business-Integration gehen als die Vorversion. Deutlich verbessert wurde die Rechtevergabe für Dateizugriffe und die Integration in bestehende Anwendungen.
Neu ist eine „File Firewall“ mit Dateizugriffsregeln, mit der IT-Administratoren umfassende Regeln für Benutzer und Geräte-Verbindungen zum ownCloud-Server festlegen. So kann der Zugriff auf den ownCloud Server anhand von zahlreichen Kriterien erlaubt oder verweigert werden. Mögliche Kriterien sind beispielsweise die Art des Endgerätes oder die IP-Adresse.
Verschiedenen Assistenten helfen bei der einfachen Anbindung an Active Directory, LDAP oder SAML und Shibboleth-Authentifizierung. Sie erlauben die Integration in existierende Benutzerverwaltungen und ermöglichen ein entsprechendes Rechtemanagement. Eine besonders interessante Neuerung ist eine Anbindung an die Collaboration-Software Jive. Dadurch sind Filesharing und Zusammenarbeit von überall aus und auf jedem Gerät möglich.
Auch die Integration in Business-Anwendungen ist jetzt flexibler. Eine interne API erleichtert es Entwicklern, für den ownCloud-Server Erweiterungen und Anpassungen zu schreiben. Die REST API der Sharing-Schnittstelle erlaubt den Zugriff auf ownClouds Filesharing und das Benachrichtigungs-Subsystem. Außerdem sind neue Mobile Libraries für iOS- und Android-Geräte verfügbar. Das neue Application Framework verbessert schließlich das Management von Drittanbieter-Apps und die schon bisher mögliche Installation dieser Apps in ownCloud.
Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de
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