„Unter dem großen Schlagwort Outsourcing verbergen sich für KMUs und ihre Onlinegeschäfts-prozesse eine Reihe an Auslagerungsmodellen. Diese kommen Unternehmen nicht nur in unterschiedlichsten Kostenvorteilen zugute, sondern berücksichtigen vielmehr die individuellen Gegebenheiten und gewähren demnach ausreichende Flexibilität für deren beständige Weiterentwicklung", so Konstantin Waldau, CEO Atrada AG.
Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen geben ihre Onlinegeschäftsprozesse in externe Hand. Zunehmender Kostendruck, die Fokussierung auf Kern- und Schlüsselfunktionen oder die Reduzierung der Komplexität und Beschleunigung der Abläufe sind die häufigsten Kriterien für solch einen Schritt. Ob komplettes Outsourcing, Collocation oder Hosting: Bei der Entscheidung steht für Mittelständler die Individualität im Fokus. Außerdem sollten die Lösungen ausreichende Flexibilität für beständige Weiterentwicklung gewähren.
Beim Outsourcing werden abgeschlossene Geschäftseinheiten oder ganze Abteilungen nach außen verlagert. Über ein komplettes Outsourcing hinaus haben Unternehmen auch die Möglichkeit, einzelne Prozesse auszulagern, sich also eines sogenannten Managed Service zu bedienen. In diesem Zusammenhang können beispielsweise – und je nach Bedarf – das Shopmanagement oder sogar die Logistik ausgelagert werden. Die Dienstleistung fängt aber hier nicht erst bei der Umsetzung und dem Betrieb von technischen Lösungen an: Managedservices schließen die Begleitung bei der Konzeption sowie die Unterstützung bei operativen Prozessen ein. Der Dienstleister stellt sicher, dass die Technik up to date ist und übernimmt den reibungslosen Ablauf der ausgelagerten Prozesse. Dies gewährleistet nicht nur Performance, Skalierbarkeit und Aktualität, sondern der Mittelständler ist damit auch in der Lage, die allgemeinen Anlauf- und Betriebskosten zu reduzieren. Unter dem Oberbegriff „Outsourcing“ verbergen sich jedoch eine Reihe weiterer Auslagerungsmodelle, darunter etwa Collocation und Hosting. Über das sogenannte Collocation sind KMUs etwa in der Lage, ihre eigene Infrastruktur in einem ausgelagerten Rechenzentrum unterzubringen. Der Mehrwert besteht darin, dass die vorhandene Hardwarestruktur – etwa Router und Switches – sowie das firmeninterne Know-how weiter im Einsatz bleiben können. Die Betreuung des Systems ist dabei in der Regel kein Bestandteil dieser Dienstleistung.
Speziell für den Mittelstand bietet diese Lösung neben der Flexibilität im Aufbau der Systeme auch Sicherheit: So können etwa Firmen die Zugriffskontrolle auf ihre Kundendaten behalten. Eine entscheidende Rolle bei der Wahl für Collocation spielt vor allem der Aspekt „Green IT“. Collocation – im Sinne von klassischem Housing – ist eine Alternative für Unternehmen, welche die ökologischen Aspekte bei dem Betrieb ihrer Infrastruktur nicht vernachlässigen möchten. In diesem Zusammenhang profitieren sie von einer optimalen Kühl- und Energieversorgung.
Das Hosting-Modell wiederum lohnt sich vor allem bei Standardanwendungen wie Internetseiten, Shopsysteme sowie bei CRM-Themen. Mittelständler, die auf Hosting-Services zugreifen, wird eine komplette Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Diese umfasst auch die Basis der Betriebssysteme und gegebenenfalls weitere Anwendungsprogramme, bei denen der Dienstleister alle nötigen Sicherheitsupdates übernimmt. In diesem Fall wird garantiert, dass Software und Hardware stets up to date sind, was für die KMUs eine Entlastung bedeutet. Idealerweise sollten diese hierbei darauf achten, dass sich der Betreiber bei kritischen Anwendungen im Rahmen festgeschriebener SLAs zur Wartung und uneingeschränkten Funktionalität verpflichtet. Das heißt, auch bei zunehmender Komplexität und Dynamik von Projekten ist das Erfüllen aller Anforderungen an Performance, Erreichbarkeit und Skalierbarkeit sichergestellt.