Mercateo wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, den unübersichtlichen B2B-Beschaffungsmarkt in Deutschland mit Hilfe des Internets transparenter und effizienter zu machen. Mittlerweile ist das Unternehmen neben Deutschland in zehn weiteren europäischen Ländern präsent. Das Sortiment umfasst mehr als 18 Millionen Artikel in verschiedenen Produktkategorien wie z. B. Büromaterial, IT- sowie Laborbedarf oder Betriebs-und Lagerausstattung.
Das Geschäftsmodell des Unternehmens kombiniert einen B2B-Markplatz mit modularen, webbasierten E-Procurement-Lösungen, umfangreichen Suchfunktionen und vielen Schnittstellenanbindungen und ermöglicht damit, dass sich Einkäufer, Lieferanten, Hersteller und Dienstleister über den Beschaffungsvorgang hinaus miteinander vernetzen und über Transaktionen untereinander austauschen können.
Mercateo hat seine Kerntechnologie, die Beschaffungsplattform, stetig ausgebaut und neue Funktionen integriert. Dabei wurden die anfallenden Daten, was ursprünglich durchaus Sinn ergab, dezentral gehalten und ausgewertet. Mit dem kräftigen Wachstum des Unternehmens und seiner Datenmenge wurden diese selbstentwickelten Insellösungen jedoch zunehmend impraktikabel und Mercateo suchte eine zentrale Lösung für die BI-Analyse und -Berichterstellung.
Neben einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis sollte die neue Lösung vor allem zwei Kriterien erfüllen: Sie sollte erstens einfach zu bedienen sein, sodass die Mitarbeiter selbstständig Analysen durchführen und Berichte erstellen können; zweitens sollte die Lösung flexibel sein, sich dem wachsenden Unternehmen anpassen lassen und es erlauben, notwendige Erweiterungen selbst vorzunehmen. Nach einer Evaluierung verschiedener Lösungen entschied man sich bei Mercateo für den Einsatz von Pentaho Business Analytics.
Die Anwendung wurde in die IT-Landschaft von Mercateo integriert und läuft in einer klassischen Umgebung mit XML Server, Oracle Datenbank und Microsoft SQL Server. Seit März 2013 ersetzt Pentaho die selbstentwickelten Insellösungen. Alle von der Bestellplattform anfallenden Daten, wie z. B. Bestelldaten oder Lieferanteninformationen werden analysiert und für Berichte prozessiert. Insgesamt wächst das Datenvolumen täglich um bis zu 4 GB und erreicht insgesamt rund 600 GB.
National und international arbeiten fast alle Abteilungen mit der neuen Lösung, rund 20 Power-Nutzer täglich. Im Tagesgeschäft nutzt unter anderem die Marketing-Abteilung Pentaho, um mit genauen und einheitlichen Zahlen die Effektivität seiner Kampagnen und Kanäle zu ermitteln. Der Vertrieb wiederum analysiert und optimiert die komplexen Preisbildungsprozesse.
Das Lieferantenmanagement nutzt die Reporting-Funktionen, um seinen rund 700 Lieferanten monatliche Berichte zur Kundenauswertung zur Verfügung zu stellen. Diese Informationen helfen den Lieferanten, das Kaufverhalten der einzelnen Kunden besser zu verstehen und mit entsprechenden Maßnahmen zur Kundenbindung zu reagieren.
Das Management hat durch das zentrale System nun einen „Single Point of Truth“ und kann schnell einen ganzheitlichen Blick auf die Daten bekommen, was zuvor nicht machbar war und nun ermöglicht, bessere Geschäftsentscheidungen zu fällen. Dabei werden sowohl Pentahos Dashboards als auch die Analyse intensiv genutzt.
„Mit Pentaho ist es uns möglich, unternehmensweit einen schnellen und einheitlichen Einblick in unsere Daten zu erhalten. Dabei können die Anwender aus allen Abteilungen selbständig Analysen und Berichte erstellen“, so Dr. René Schult, Business Analyst, Mercateo AG
Für die Zukunft plant Mercateo die Einbindung weiterer Systeme und evaluiert angesichts der steigenden Datenmenge den Einsatz von Hadoop.