VR aus London, E-Paper-Notizen von Microsoft und Horus, ein Wearable für Blinde

3 digitale Trends im Dezember

Mit Virtual Reality lassen sich nicht nur fiktionale Orte entdecken, sondern auch die ‚echte‘ Welt, etwa Londons Kanalisation. Underworld heißt das Virtual-Reality-Erlebnis, mit dem der Guardian diese Unterwelt vom Wohnzimmer aus zugänglich macht. Mehr zu diesen und weiteren spannenden Trends im Dezember gibt’s im Trendreport von nextMedia.Hamburg.

Der Trendreport von nextMedia.Hamburg, der Standortinitiative für die Medien- und Digitalwirtschaft, blickt monatlich auf neue Entwicklungen der Medien- und Digitalszene. IT-ZOOM stellt drei Trends aus dem aktuellen Trendreport Dezember vor:
 

Underworld: Londons Kanalisation als Virtual-Reality-Erlebnis

Touristen schauen sich schon lange Städte wie Hamburg, Paris oder Rom nicht nur oberirdisch an, sondern wagen einen Blick in die Unterwelten. Trotz Interesse mag nicht jeder die Vorstellung physisch unter der Erde zu wandern. Die Lösung: Ein VR-Erlebnis! Der Guardian macht mit Underworld die Londoner Kanalisation vom Wohnzimmer aus zugänglich. Es ist das erste von sechs geplanten Projekten, dass für Googles Daydream-View-Headset konzipiert wird. Der Controller dient dabei als Fackel, Erklärungen liefert der Geograph und Stadtentdecker Bradley Garrett.

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Digitaler Klebezettel: E-Paper-Notiz von Microsoft erhält Energie aus Umgebungslicht

Microsoft-Forscher im britischen Cambridge haben eine Art digitalen Klebezettel auf E-Tinte-Basis entwickelt, der komplett ohne Aufladen auskommt und wiederverwendbar ist. Das ultraleichte Gerät erhält die Energie durch ein Solarpanel auf der Rückseite aus dem Umgebungslicht. Je nach Helligkeit im Raum schafft es der Klebezettel, seinen Inhalt alle 1-25 Minuten über den Funk-Standard Bluetooth Low Energy von einem Computer oder Smartphone abzurufen. Das Display besitzt eine Optik in schwarz-weiß und erinnert mit seinen groben Pixeln an die Zeitanzeige von Radioweckern und Funk-Wetterstationen.
 

Horus: Ein Wearable, das sieht

Technische Innovationen, die sehbehinderten und blinden Menschen den Alltag erleichtern, gibt es bereits zahlreich. Aus der Masse heraus sticht das Wearable Horus, das mit Deep-Learning-Technologie ebenfalls diesen Zweck erfüllt. Dabei ist die Mischung aus Headset und Prozessor in der Lage, selbstständig dazuzulernen. Ausgestattet mit dem Headset, das zwei Kameras beinhaltet sowie einem kastenförmigen Prozessor, wird der Person ihre Umwelt erklärt. Dabei werden die Landschaft, der Verkehr, mögliche Hindernisse, Gegenstände und sogar Gesichter von Horus erkannt und dem Nutzer beschrieben. Darüber hinaus ist Horus in der Lage, Text vorzulesen. Entwickelt wurde das Tool vom italienischen Startup Eyra, bei dem man das Wearable vorbestellen kann. Sicher ist, dass das tragbare Gerät vielen Menschen den Alltag erleichtern kann.

Über den Trendreport von nextMedia.Hamburg:

In Kooperation mit dem InnoLab der Hamburg Media School identifiziert nextMedia.Hamburg jeden Monat Cases, die im Trendreport veröffentlicht werden. Den gesamten Trendreport gibt es auch per E-Mail, wenn Sie den Newsletter von nextMedia.Hamburg abonnieren.

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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