„Die Performance der Mobile App ist sehr wichtig, sowohl im Online- als auch im Offline-Betrieb“, betont Johannes Schmelzle, CRM Consultant bei Hansgrohe SE.
Herr Schmelzle, warum spielt für Sie das Thema „Mobile CRM“ eine wichtige Rolle?
Johannes Schmelzle: Unsere Vertriebsaußendienstler brauchen Informationen, wenn sie draußen im Markt sind. Mit dem mobilen CRM, das wir vor etwas mehr als einem Monat eingeführt haben, können sie beispielsweise ihre Besuche vorbereiten, Kontaktdaten pflegen oder auch ihre Besuchsberichte erstellen, sofort nach dem Besuch und ohne Zettelwirtschaft. Mit dem mobilen CRM arbeiten sie schneller und effektiver. Mehr als 60 Mitarbeiter sind jetzt mit iPads ausgestattet und nutzen sie nicht nur für das mobile CRM, sondern auch für die Bearbeitung ihrer E-Mails.
Worauf haben Sie bei der Auswahl einer entsprechenden Lösung besonders Wert gelegt?
Schmelzle: Uns war natürlich wichtig, dass das mobile CRM zu unserer bestehenden CRM-Lösung passt. Da lag es nahe, sich die native iPad-App anzusehen, die Update Software jetzt für mobiles CRM anbietet. Wir hatten auch die webbasierte Version Update.seven Touch getestet, aber CRMpad war für unsere Bedürfnisse noch besser geeignet. Die native iPad-App schöpft einfach die Funktionalitäten und den Bedienkomfort des iPads aus. Und auch die Offline-Fähigkeit war uns sehr wichtig, denn unsere internationalen Außendienstler sind oft in großen Gebäuden mit eher schlechter Netzabdeckung oder im Flugzeug unterwegs. Auch die Möglichkeit, die mobile Lösung auf unsere Prozesse hin anzupassen, war ein wichtiges Kriterium.
Wovon war es abhängig, dass Sie sich für eine native Lösung entschieden haben?
Schmelzle: Wie gesagt, mobile CRM mit einer nativen App gibt uns eine unverzichtbare Offline-Fähigkeit. Zudem ist der Bedienkomfort in CRMpad höher.
Inwieweit werden in der mobilen Variante auch sämtliche Funktionen der Desktopvariante abgebildet?
Schmelzle: Gegenüber unserer Desktop-CRM-Lösung – Update.seven Web – sind in der mobilen Variante derzeit noch nicht alle Vertriebsprozesse abgebildet. Aber Stück für Stück wächst die Funktionalität der nativen App in Richtung des Funktionsumfangs der Desktoplösung, wobei wir unterscheiden zwischen Prozessen, die im Feld bzw. weiterhin im Office erledigt werden. Für die etwas fernere Zukunft erwägen wir aber durchaus, die PCs ganz abzulösen.
Wie gestaltet sich die Synchronisation beider Varianten?
Schmelzle: Die Synchronisation ist Bestandteil der Update-Logik. Bei bestehender Online-Verbindung werden Veränderungen ohnehin sofort übertragen. Und falls man offline Daten aufnimmt oder aktualisiert, werden diese beim nächsten Login synchronisiert oder durch manuelles anstoßen.
Mit welchem Aufwand war die Einführung der mobilen Lösung verbunden?
Schmelzle: Um unsere Vertriebsprozesse aufzunehmen und die mobile CRM-App initial zu customizen, haben wir ca. 20 Manntage benötigt. Grundsätzlich ist das Aufsetzen zu einer bestehenden Weblösung sehr einfach. Hinzu kommen natürlich noch die Schulungen für die Anwender.
Wie ist es um deren Offline-Fähigkeit bestellt?
Schmelzle: Im Prinzip gilt: Alles, was die App online kann, kann sie auch offline.
Nach welchem Kostenmodell wird bei Ihnen abgerechnet?
Schmelzle: Wir nutzen das klassische, lizenzbasierte Abrechnungsmodell.
Was raten Sie anderen Unternehmen, die sich für Mobile CRM entscheiden? Worauf sollten sie achten?
Schmelzle: Die Performance der Mobile App ist sehr wichtig, sowohl im Online- als auch im Offline-Betrieb. Die für wichtig identifizierten Prozesse in der mobilen Lösung konfigurieren zu können, spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle – in der mobilen App sollte dies ähnlich gut möglich sein wie beim CRM auf dem PC. Und schließlich ist eine fundierte Schulung der Anwender wichtig, damit der Rollout optimal gelingt. Für die Anwender ist es einfach überzeugend, wenn man ihnen schon früh zeigt, wie sie das Beste aus ihrer mobilen Lösung herausholen und wie sie damit wirklich Zeit sparen.