18.05.2017 Werbung besser personalisieren

Achtung: Twitter ändert Datenschutzbestimmungen

Twitter macht wieder mal einen Anlauf, die Werbung stärker zu personalisieren. Nutzerdaten werden nun länger gespeichert und «Do Not Track» ignoriert.

Mit stärker personalisierter Werbung will Twitter das Geschäft ankurbeln. Foto: Tobias Hase

Mit stärker personalisierter Werbung will Twitter das Geschäft ankurbeln. Foto: Tobias Hase

Unter anderem will der Twitter nun gesammelte Informationen über Besuche von Nutzern auf Webseiten mit Twitter-Buttons bis zu 30 statt der bisherigen 10 Tage speichern, wie aus den neuen Datenschutzbestimmungen hervorgeht. Bei Nutzern in der EU sowie dem EFTA-Wirtschaftsraum mit Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein werden keine Daten von Webseiten-Besuchen erfasst.

Twitter steigt zudem nach rund fünf Jahren aus der Initiative «Do Not Track» aus, bei der Nutzer dafür sorgen können, dass keine Daten zu ihrem Surf-Verhalten gesammelt werden. «Do Not Track» sei nicht wie damals erhofft zum branchenweiten Standard geworden, hieß es zur Begründung.

Gleichzeitig bekommen Nutzer weitreichendere Kontrollmöglichkeiten. So können sie die Personalisierung der Werbung komplett abschalten. Oder auch nur punktuell entscheiden, dass die Anzeigen zum Beispiel nicht auf Basis der besuchten Orte oder mit Daten von allen genutzten Geräten individualisiert werden sollen.

Außerdem kann man jetzt sehen, welche Interessen die Twitter-Software einem Nutzer bisher zum Zuschneiden der Anzeigen zugeordnet hat (zum Beispiel Musikrichtungen, Filmgenres, Nachrichtenthemen) und nicht passende Einträge streichen.

dpa/rs

Link:

 

 

Twitter-Blogeintrag

 

 

 

©2017 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH