Im konkreten Fall, den Bloomberg aufgreift, geht es um einen Laptop-Ständer. Einst Bestseller des Anbieters Rain Design auf der Handelsplattform - bis Amazon einen wesentlich günstigeren Nachbau anbot. Kein Einzelfall, wie der Artikel weiter unter Berufung auf Untersuchungen von Skubana.com berichtet.
So funktioniert der Kapitalismus, und so lange keine Patente verletzt werden ist doch alles in Ordnung, könnte man argumentieren. Nein ist es nicht: Denn Amazon lockt die Händler als neutrale Vermittlungsplattform. Und wird dann doch zum Konkurrenten. Das Perfide daran ist, dass Amazon hierzu seine gigantische "Datenmacht" missbraucht. Dank dem vorhandenen totalen Einblick in alle Suchanfragen, Transaktionen, Zahlen und Produktdaten der Händler und Kunden kann die vermeintlich neutrale Plattform sich gezielt Produkte rauspicken, die gut laufen und sie mit einem eigenen Billig-Klon plattmachen.
Der kleine Anbieter kann dann einpacken. Händler sollten also gewarnt sein: Amazon kann der ärgste Konkurrent werden.
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