Werkzeugkasten für das iPad
Das Anzeigen von Dateien auf und mit dem iPad ist eigentlich etwas, was Apple am liebsten verhindern würde. Dateien und Ordner sind von den iOS-Machern aus Cupertino für das Post-PC-Zeitalter nicht vorgesehen. So gibt es in der Standardausstattung des iPad keine Möglichkeit, die gespeicherten Fotos, Videos, Musikdateien oder Dokumente unabhängig von einer spezifischen App zu öffnen.
Das hat natürlich Entwickler auf den Plan gerufen, diese Lücke zu schließen. Immerhin ist die Apple-Monarchie so tolerant, die entsprechenden Apps zuzulassen. So gibt es Apps für verschiedene Cloud-Speicher wie
Dropbox,
Box.net,
SkyDrive oder
Google Drive. Doch der Appstore bietet noch mehr: Zwei sehr interessante Miniprogramme erlauben den Einblick in die Dateisysteme anderer Computer-Welten sowie den externen Zugriff auf iPad-Dateien.
Der
FileBrowser ist eine Art Explorer für Computer und speziellen NAS-Laufwerke. Dabei werden Windows, Linux und MacOS X unterstützt. Mithilfe der entsprechenden Benutzernamen und Kennwörter kann der Nutzer auf jede Datei auf einem Computer zugreifen.
Zusätzlich bietet der FileBrowser auch eine Möglichkeit, die lokalen Dateien auf dem iPad zu untersuchen. Bekannte Dateitypen werden mit der entsprechenden App geöffnet. So lassen sich zum Beispiel Videos oder MP3-Dateien mit dem iPad abspielen. Darüber hinaus lassen sich Dateien auf das iPad kopieren und umgekehrt.
Die App
AirSharing dagegen funktioniert umgekehrt: Sie macht an jedem anderen Computer die auf dem iPad gespeicherten Dokumente mit einem WebDAV-Server verfügbar. Andere Computer können mit einem Webbrowser darauf zugreifen und die Dateien öffnen oder herunterladen.
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