Bereits seit 2008 können die Nutzer von Immowelt mit der mobilen Webseite unterwegs nach einem neuen Zuhause suchen. Mit der ersten Android-App zur Wohnungssuche baute der Portalbetreiber Anfang 2010 sein mobiles Angebot weiter aus.
Mittlerweile ergänzen Apps für alle gängigen Smartphones und Tablets sowie für Windows 8 das Angebot, denn immer mehr Kunden suchen mobil nach Immobilien. Kriterien wie Umgebungssuche, Verfügbarkeit, Fläche in m² und Preis in Euro spielen eine ebenso große Rolle wie ansprechende Bildergalerien, damit die Wohnungssuche auch unterwegs unkompliziert möglich ist. Die Besucher von Immobilienportalen sind nur wenige Klicks von ihrer Traumwohnung, aber auch nur einen Klick vom Wechsel auf ein anderes Portal entfernt.
Wenn den Nutzer das Design nicht anspricht, das Handling nicht intuitiv genug oder die Darstellung nicht übersichtlich ist, wechselt der Interessent zu einem anderen Anbieter. Für Markus Teschner, Leiter Produktmanagement bei der Immowelt AG, steht folglich außer Frage, „dass qualitative Usability-Tests für die Kundenbindung entscheidend“ sind. Die Bedienerfreundlichkeit der neuen App hat Teschner deshalb durch die Münchner Testbirds GmbH auf Herz und Nieren prüfen lassen. „Das Unternehmen bietet mittels Crowdtesting die Möglichkeit, Feedback von potentiellen Kunden zu erhalten“, berichtet Teschner.
Gemeinsam mit einem Projektmanager des Münchner Anbieters definierte Teschner den Test der Android-App. Der Fokus lag dabei auf unterschiedlichen Anwendungsfällen der mobilen Wohnungsapplikation. In verschiedenen Szenarien – sogenannten Use und Corner Cases – sollten die Tester die App sowohl inhaltlich als auch funktional prüfen. Zudem wurde die Synchronisation mit dem Benutzerkonto der Tester im Browser ausführlich untersucht. Als Ziel der Tests galt es, die Applikation zum einen auf Fehler zu überprüfen und zum anderen die Erwartungen sowie Wünsche der Testgruppe aufzunehmen. „Wir wollten von unseren Nutzern Feedback erhalten, wie zufrieden sie mit der App bei ihrer Immobiliensuche sind“, erläutert Teschner die Vorgehensweise.
Am Test nahmen Personen zwischen 20 und 50 Jahren teil. Die Tester kamen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und hatten mindestens einmal im Web oder mobil nach Immobilien gesucht. Berücksichtigt wurden beim Test allein Android-Nutzer. Um Kompatibilitätsprobleme zu finden, wurden Smartphones mit unterschiedlichen Android-Versionen (Version 2.3.x, Version 3.x und Version 4.x) eingesetzt.
Die Tester lobten zahlreiche Funktionen: Sie schätzten die nutzerfreundliche Handhabung, das Design und die Idee des Sonnenbalkons. Diese Funktion ist in der Lage, Auskunft über die Sonneneinstrahlung auf dem Balkon einer Wohnung zu geben. Alle Testerfahrungen der Nutzer werden von dem Münchner Anbieter nochmals überprüft. Bei der Immowelt-App formulierte die Projektmanagerin Aniela Gido aus allen Bemerkungen bzw. Anregungen konkrete Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschläge. Um die App zu verbessern, hatte man im Testablauf Fragen formuliert, die die Nutzer beantworten mussten. Dabei ging es konkret um die Suche von Objekten in der Umgebung sowie um die Anwendung der Notizfunktion. Diese Vorgehensweise ermöglicht detaillierte sowie allgemeine Anmerkungen zu den Eigenschaften der Funktionen und Optionen. Zudem wurde jeder Tester nach allgemeingültigen Usability-Kriterien gefragt. Mit 4,6 von 6 erreichbaren Punkten schnitt die Android-App mit ihrer intuitiven Bedienung gut ab.
Abschließend erklärt Markus Teschner: „Die Erkenntnis, die wir aus dem Usability-Test gewonnen haben, war für unsere Entwicklung im mobilen IT-Bereich sehr hilfreich.“
Beim CrowdSourcing handelt es sich um eine spezielle Form des Outscourcings von Unternehmensaufgaben. Firmen oder andere Institutionen rufen z.B. über elektronische Medien die Masse (Crowd) der Internetnutzer dazu auf an einer bestimmten Problemstellung mitzuarbeiten. Dies kann z.B. im Bereich der Produktinnovation oder der Ideengenerierung geschehen. Einer der Bereiche, in denen ein Crowdsourcing erfolgreiche Ergebnisse erzielen kann, ist das Testen von Apps, Onlineshops oder Webseiten. Hier spricht man in der Regel von einem sogenannten Crowdtesting.
Quelle: www.itwissen.info
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