Android auf dem Windows-PC
Der BlueStacks App-Player erlaubt das Installieren und Ausführen aller Android-Apps unter Windows 7 oder dem zukünftigen Windows 8.
Dafür simuliert das Programm ein virtuelles Android-Betriebssystem, das gewisse Übergänge zum Host-System unter Windwos hat. So können zum Beispiel Foto-Tools auf die Bilddateien im Windows-Anwenderordner zugreifen. Außerdem nutzt das BlueStacks Android die Grafikroutinen von Windows, so dass vor allem Spiele deutlich schneller als bei den ersten Testversionen mit Alpha-Status arbeiten.
Der App-Player nutzt die Android-Version 2.3.4 und simuliert neben der üblichen Smartphone-Auflösung auch höher auflösende Tablet-Displays im Hoch- und im Querformat. Letzteres ist die Standardeinstellung, so dass vor allen Tablet-fähige Anwendungen wie Evernote oder QuickOffice fast schon wie eine "echte" Windows-Anwendung wirken.
Apps lassen sich direkt mit BlueStacks aus verschiedenen Android-Stores herunterladen. DEr Android-Markt von Google ("Google Play") wird allerdings nicht angeboten. Ein Android-Smartphone ist nicht unbedingt nötig. Wer eines besitzt, kann es via CloudConnect mit dem App-Player synchronisieren. Damit werden alle auf dem Smartphone installierten Apps auch in BlueStacks eingefügt.
Die Beta ist bereits erstaunlich leistungsfähig, unterstützt aber einige Funktionen der Apps noch nicht besonders gut. So funktioniert die Synchronisierung mit Google nicht, da das Einstellungsmenü des App-Players keine Google-Konten kennt. Außerdem ist natürlich die Bedienung mit der Maus nicht ausreichend, so dass zum Beispiel viele Zoomfunktionen nicht arbeiten.
Unter Windows 7 ist der App-Player eine nette Sache und zum Beispiel gut geeignet, um Apps einfach mal auszuprobieren, bevor sie auf dem Smartphone mit seinem oft begrenzten Speicherplatz installiert werden. Für mehr reicht es aber nicht. Seine ganze Stärke dürfte der App-Player von BlueStacks erst auf einem Windows-8-Tablet zeigen. Damit steht unter dem Windows-Tablet die ganze App-Welt von Android zur Verfügung.
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