08.05.2017 Ultraschall-Tracking

Android-Apps verfolgen Anwender mit Ultraschall

Sicherheitsexperten der TU Braunschweig haben mindestens 234 Android-Apps entdeckt, die Nutzer über verschiedene Geräte hinweg mit Ultraschall-Signalen verfolgen.

Die vier Forscher von der Technischen Universität Braunschweig hatten für ihre Studie, die auf einer Sicherheitskonferenz in Paris vorgestellt wurde, insgesamt 1,3 Millionen Apps analysiert. Foto: Julian Stratenschulte

Die vier Forscher von der Technischen Universität Braunschweig hatten für ihre Studie, die auf einer Sicherheitskonferenz in Paris vorgestellt wurde, insgesamt 1,3 Millionen Apps analysiert. Foto: Julian Stratenschulte

Das «Ultraschall-Leuchtfeuer», das insgesamt auf mehreren Millionen Smartphones weltweit installiert sei, werde insbesondere für Werbekampagnen ausgenutzt. Zuerst hatten die Portale heise.de und t3n.de über die Studie berichtet.

Die vier Forscher von der Technischen Universität Braunschweig hatten für ihre Studie, die auf einer Sicherheitskonferenz in Paris vorgestellt wurde, insgesamt 1,3 Millionen Apps analysiert.

Tracking für Werbezwecke

Beim Ultraschall-Tracking werden Signale im Frequenzbereich zwischen 18 und 20 kHz ausgestrahlt, der für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar ist. Entsprechend ausgestattete Smartphone-Apps können allerdings diese Signale empfangen, die dann für Werbezwecke verwendet werden. So könnte beispielsweise eine Restaurant-Kette die Smartphones in der Umgebung anfunken und somit erkennen, ob ein Anwender sich gerade in der Nähe einer Filiale befindet.

Die Wissenschaftler entdeckten insbesondere in Südostasien eine starke Nutzung. Dort würden auch bekannte Konzernen wie McDonald's oder Krispy Kreme in ihren Apps die Lauschsoftware anbieten. Aber auch in 4 von 35 untersuchten Geschäften aus zwei europäischen Städten habe man die zu den Apps passenden Ultraschallsender gefunden.


dpa/zi

Studie von Sicherheitsexperten der TU Braunschweig

©2017 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH