Thierry Debeaud, kaufmännischer Leiter bei dem französischen Smart-Home-Anbieter HDSN
Herr Debeaud, welche neuen Entwicklungen treiben derzeit den Markt für Smart-Home-Lösungen über die gängigen Sicherheits-, Energie-Management- oder Multi-Media-Apps hinaus um? Bitte nennen Sie konkrete Beispiele.
Thierry Debeaud: Die drei Haupttrends bei Smart-Home-Lösungen sind Komfort, Energiesparmaßnahmen und Sicherheit. Dies sind auch die drei Schwerpunkte, die mit unserer Smart-Home-Lösung E-Sylife geregelt werden können.
Egal, wofür Smart-Home-Lösungen genutzt werden, sie betreffen stets äußerst private Belange. An welchen Stellen lauern bei der Nutzung aktuell noch die größten Gefahren bzw. wo gibt es die größten Sicherheitslücken?
Debeaud: Die Daten, die von E-Sylife erfasst werden, werden in verschlüsseltem Zustand und über ein gesichertes Protokoll per Internet übertragen. Außerdem sind die übertragenen Daten anonym und nur über eine Installationsnummer zu identifizieren, aber nicht über die persönlichen Daten des Eigentümers.
Mit welchen Maßnahmen lässt sich das Connected Home bestmöglich absichern und beispielsweise vor unbefugten Zugriffen oder gezielten Attacken aus dem Internet schützen?
Debeaud: Unser System hat keinen Zugriff auf das Netzwerk des Nutzers und ist deswegen von Schwachstellen dieses Netzwerks nicht betroffen. Wie zuvor erläutert, werden die von E-Sylife gesammelten Daten anonym auf unseren gesicherten Cloud-Speichern gespeichert.
Wie können Smart-Home-Daten sicher weitergeleitet und abgespeichert werden? Inwieweit werden dabei Verschlüsselungsverfahren genutzt?
Debeaud: Die Daten, die von dem System E-Sylife gesammelt werden, werden in verschlüsseltem Zustand und über ein gesichertes Protokoll per Internet übertragen.
Wie ist es um Standards im Smart-Home-Umfeld derzeit bestellt? Inwieweit ist die Interoperabilität im vernetzten Heim bereits möglich?
Debeaud: Unsere Lösungen kommunizieren mit weiteren Smart-Home-Lösungen über Standardkommunikationsplattformen wie IFTTT. Wir bieten außerdem eine offene API an, mit der die von unseren Sensoren gemessenen Daten mit allen Apps des Markts genutzt werden können.
Auf welche Standards und Zertifizierungen sollten Anwender bei der Anschaffung neuer Smart-Home-Lösungen vor allem achten?
Debeaud: Unsere Smart-Home-Lösung entspricht der CE-Norm.
Die meisten Sicherheits-Apps besitzen Alarmfunktionen, um die Nutzer z.B. über unbefugtes Eindringen oder Schäden wie Feuer und Wasserschaden zu informieren. Soweit so gut. Doch wie geht es dann weiter, etwa wenn man die Nachricht tausende Kilometer entfernt im Asien-Urlaub erhält? Inwieweit lassen sich nachgelagerte Notruf-, Polizei- oder Sicherheitssystem anbinden?
Debeaud: Im Alarmfall kann E-Sylife Nachrichten über die Smartphone-App, per SMS oder E-Mail verschicken. Danach hängt alles von der Absprache mit den genannten Instanzen ab.