26.07.2017 Polizei überprüft Häuser auf Schwachstellen

App gegen die Angst vor dem Einbruch

Polizeibeamten und Forscher entwickeln zusammen mit EWERK eine digitale Lösung für multimediale Beratung gegen Einbrüche.

Sich in den eigenen vier Wänden sicher zu fühlen – das ist nicht immer selbstverständlich. Die Stadtpolizei Zürich hat deswegen zusammen mit Projektpartnern aus der Branche und der Forschung sowie den Digital-Experten von Ewerk eine App samt höchstsicherer Backend-Komponente entwickelt. Sie hilft Beamten, besorgte Bürger multimedial zu beraten und gegen Einbrüche zu wappnen.

Die App unterstützt Polizisten dabei, Wohnungen und Häuser von Bürgern auf Schwachstellen abzuklopfen – und anschließend Empfehlungen zu geben und zu beraten. Dabei erkundet der Polizeibeamte das Objekt und dokumentiert Probleme mit der Kamera. Der Bewohner kann angeben, worauf er besonderen Wert legt: Sollen Wertgegenstände erfasst, Versicherungsbedingungen erfüllt oder Türen und Fenster überprüft werden? Videos zu Schwachstellen und typischen Szenarien sowie der Zugriff auf Datenbanken erleichtern den Beamten die Untersuchung und Beratung direkt vor Ort. Abschließend können Berater und Bürger gemeinsam konkrete Vorschläge erarbeiten. So kann der Bürger direkt konkrete Maßnahmen gegen einen Einbruch ergreifen, und wird mit den Informationen zu den Schwachstellen seines Gebäudes nicht alleine gelassen.

Die ersten Rückmeldungen aus dem praktischen Einsatz in der Schweiz sind positiv. Mehr als zwei Drittel der beratenen Bürger merzen Schwachstellen aus und verbessern so ihren Schutz vor Einbrüchen. 80 Prozent bevorzugen dabei die digitale Beratung. Mit multimedialer Illustration und konkreten Vorschlägen gibt sie Bürgern das gute Gefühl, das bestmögliche gegen Einbrecher zu tun.


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