09.03.2017 Wann darf gelöscht werden? 

App zeigt Aufbewahrungsfristen für Dokumente

Mithilfe der App „Aufbewahrungsfristen" von Blitzarchiv lassen sich Fristen und Fakten zur Aufbewahrungspflicht von Dokumenten jederzeit einsehen – auch im Aktenkeller.

Je nach Dokumentenart müssen einige Aufzeichnungen nur ein Jahr, andere länger als ein Jahrzehnt aufgehoben werden.

Bei der App handelt es sich laut Hersteller um die mobile Version der Saarbrücker Tabelle, einer Gesamtübersicht aller aufbewahrungspflichtigen Dokumente. Die App wird wie die zugrundeliegende Tabelle mindestens einmal im Jahr aktualisiert. Per Push-Nachricht wird man dazu jeweils informiert.

Die Saarbrücker Tabelle basiert auf den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten, die für alle Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler gelten. Demnach müssen bestimmte Unterlagen nach Steuer- oder Handelsrecht aufbewahrt werden. Je nach Dokumentenart müssen einige Aufzeichnungen und Dokumente nur ein Jahr, andere länger als ein Jahrzehnt aufgehoben werden. Die App unterscheidet über 200 unterschiedliche Dokumentenarten. Die Folgen bei Verstößen gegen die Aufbewahrungspflichten können gravierend sein, von Steuernachzahlungen bis zu Strafverfahren.

„Häufige Fragen sind, ob bestimmte Unterlagen überhaupt aufbewahrt werden müssen, welche Rechtsgrundlage es dafür gibt und ab wann Fristen zur Aufbewahrung beginnen bzw. enden. Durch das integrierte Glossar bekommen Nutzer hierauf Antworten“, so Benedikt Steinmetz, GEschäftsführer der Aktentreuhand DE GmbH. Die Suche unterstützt die Autovervollständigung und nach den ersten Buchstaben zeigt sich eine Auswahl der möglichen Dokumentenarten und der dazugehörigen Fristen.


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