12.09.2017 Live: Apples Keynote aus Cupertino

Apple mit vielen Neuerungen beim iPhone X

Apple wagt die größte iPhone-Erneuerung seit Jahren: das iPhone X. Doch es kommt erst im November 2017...

  • Das neue Apple iPhone X (Bildquelle: Apple)

    So sieht das neue Apple iPhone X aus. (Bildquelle: Apple)

  • Apple-Chef Tim Cook präsentiert das neue iPhone X. (Bildquelle: Apple)

    Apple-Chef Tim Cook präsentiert das neue iPhone X. (Bildquelle: Apple)

  • Großer Andrang im Steve Jobs Theater (Bildquelle: Apple)

    Großer Andrang im Steve Jobs Theater, um das neue iPhone X zu begutachten (Bildquelle: Apple)

  • Das neue Apple iPhone X (Bildquelle: Apple)

    So sieht das neue Apple iPhone X aus. (Bildquelle: Apple)

Apple will mit einem radikal erneuerten iPhone einen neuen Standard im Smartphone-Geschäft setzen. Beim iPhone X (steht für 10, nicht den Buchstaben X, ausgesprochen also "ten") füllt der Bildschirm den Großteil der Frontseite aus und der Fingerabdruck-Scanner wurde durch Gesichtserkennung abgelöst.

Mit einem Startpreis von 1149 Euro (999 Dollar in den USA) ist es deutlich teurer als bisherige iPhones und kommt auch später als gewohnt erst Anfang November auf den Markt. Die Version mit mehr Speicher kostet 1319 Euro.

Erst im November verfügbar: Die Verzögerungen beim iPhone X waren nach Medienberichten zwar bereits erwartet worden. So schrieb das «Wall Street Journal», ein missglückter Versuch, den Fingerabdruck-Scanner direkt ins Display zu integrieren, habe die Produktion um einen Monat zurückgeworfen. Dennoch war der Start erst im November eine unangenehme Überraschung für die Anleger: Die Aktie dreht nach Bekanntgabe des Termins ins Minus und verlor im späten US-Handel zeitweise ein Prozent.

Mit dem größeren Display ist beim iPhone X kein Platz mehr für den gewohnten Home-Button, mit dem man aus jeder Anwendung in das Hauptmenü mit den App-Symbolen zurückkehren konnte. Für diese Funktion wischt man jetzt stattdessen mit dem Bildschirm vom unteren Bildschirmrand hoch.

Gesichtserkennung Face ID 

Die Gesichtserkennung Face ID ist mit mehreren verschiedenen Sensoren dreidimensional, damit die Technologie nicht etwa mit einem Foto ausgetrickst werden kann. Samsung musste hämische Kommentare einstecken als das Journalisten bei einem Modell gelang.

Die Apple-Software passe sich auch an Veränderungen des Gesichts an - etwa wenn der Nutzer sich einen Bart wachsen lasse, sagte Marketingchef Phil Schiller bei der Präsentation im neuen Hauptquartier in Cupertino. Die Daten werden mit Hilfe künstlicher Intelligenz direkt auf dem Gerät ausgewertet. Dank der Analyse soll das Telefon den Nutzer auch mit verschiedenen Frisuren und zum Beispiel mit und ohne Brille erkennen.

Die Gesichtserkennung ersetzt den Fingerabdruck-Scanner nicht nur zur Entsperrung der Telefone, sondern unter anderem auch für das Bezahlsystem Apple Pay. Ein verspielter Nebeneffekt der Technologie sind animierte Emoji, die in Echtzeit die Mimik des Nutzers übernehmen. Außerdem erlauben die Sensoren, die das Display für einen schmalen Streifen am oberen Bildschirmrand unterbrechen, bessere Selfies.

Das iPhone X kann kabellos aufgeladen werden und ist mit drahtlosen Ladegeräten des Qi-Standards kompatibel.

iPhone 8 und 8 Plus

Zudem gibt es eine Weiterentwicklung der iPhones im bisherigen Format - die Modelle iPhone 8 und 8 Plus in den beiden Größen mit bisherigen Abmessungen. Sie bleiben äußerlich weitgehend beim gleichen Design, bekamen aber unter anderem wie gewohnt deutlich leistungsfähigere Chips und Kameras. Auch sie können kabellos aufgeladen werden. Das iPhone 8 hält in etwa das Preisniveau bisheriger Modelle und kommt im September auf den Markt. 

Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt und bringt über die Hälfte der Erlöse des Konzerns ein. Während rund 85 Prozent der Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android laufen, landet bei Apple dank der hochlukrativen iPhones der Großteil der Gewinne der gesamten Branche.

Als weitere Neuerung macht Apple seine Computer-Uhr mit einem Mobilfunk-Anschluss unabhängiger vom iPhone. Die dritte Generation des vor rund zweieinhalb Jahren gestarteten Apple Watch kann nun direkt ins LTE-Datennetz gehen. 

Wie erwartet stellte Apple auch eine neue Version der Fernsehbox Apple TV vor, die schärfere Videobilder in hoher 4K-Auflösung unterstützt.

dpa/rs

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