Der B2B-Appstore im Einsatz
Apps sind fix installiert und kosten nicht viel, doch wer als Unternehmen gleich ein paar hundert oder sogar tausend davon benötigt, der hatte bisher ein Problem. Denn über einen Account bei iTunes kann nur eine einzelne App gekauft werden. Für Unternehmen gab es keine spezifische Lösung für Massenlizenzen - bis jetzt.
Seit ein paar Tagen hat Apple seinen
B2B-Appstore in dieser Woche in neun Ländern gestartet, unter anderem in Deutschland. Über eine spezielle Website kann ein Unternehmen jede kostenpflichtige App in größeren Mengen kaufen. Die erworbenen Apps können sehr leicht verteilt werden. Beim Kauf erhält der Käufer pro App einen Einlösecode. Das Unternehmen kann die Codes nun per E-Mail, Intranet oder MDM-Lösung an die Anwender verteilen.
Doch das ist nicht alles. Das Programm für Massenlizenzen unterstützt auch die Entwicklung und den Kauf spezieller, individuell gefertigter B2B-Apps für spezifische Bedürfnisse. Dabei wird die Anwendung von einem Entwickler via Appstore nur einem bestimmten Unternehmen bereitgestellt - dem Auftraggeber der B2B-App.
Auch hier funktionieren die Einlösecodes. Die Möglichkeiten dieses B2B-Appstores sind sowohl für Entwickler als auch für Unternehmen als Käufer interessant. So kann zum Beispiel ein Entwickler sehr leicht die Anzahl der Lizenzen vereinbaren und kontrollieren. Umgekehrt merken Unternehmen relativ schnell, ob die anfangs eingekauften Lizenzen ausreichen.
Der Store dürfte recht schnell seine Kundschaft finden, er ist aber sehr wahrscheinlich nur für echte Großkunden ab vier Dutzend Lizenzen interessant. Voraussetzung ist ein B2B-Account, der nur mit einer gültigen D&B (Dun & Bradstreet) DUNS-Nummer für Unternehmen und einer zusätzlichen Apple-ID eröffnet werden kann.
Wenn ein Unternehmen nicht bereits mit internationalen Firmenkunden oder Auftraggebern zusammenarbeitet, muss die DUNS-Nummer erst mal
beantragt werden. Dies ist allerdings relativ schnell erledigt und völlig kostenlos.
Bildquelle: Apple