Auf dem Weg in die Mobilgesellschaft
Egal, ob weltweite Daten oder nur Zahlen aus Deutschland: Unsere Gesellschaft wird immer mehr zu einer Smartphone-Gesellschaft. Mindestens 20 Millionen Deutsche nutzen laut BITKOM bereits Smartphones, die Tendenz ist steigend. Weltweit gibt es nach einer Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) bereits rund 500 Millionen Smartphone-Nutzer.
Bei Ihnen handelt es sich um eine besonders aufgeschlossene Personengruppe: Smartphone-Nutzer zeichnen sich durch eine hohe Offenheit und Neugierde aus. Sie erkunden gerne Neues, finden sich in unbekannten Umgebungen schneller zu Recht, legen Wert darauf, immer "up-to-date" zu sein. Dies ergab eine Infratest-Untersuchung im Auftrag der Telekom bereits vor zwei Jahren.
Eine weitere Studie zum Lebensgefühl und Nutzerverhalten der Smartphone-Besitzer ergab: Die digitale Vernetzung ist heute schon in vielen Lebensbereichen selbstverständlich und wird in Zukunft weiter zunehmen. Dies hat auch Konsequenzen für die Wirtschaft, denn die "Smartphoner" bringen ihr auf schnellen Zugriff geeichtes Lebensgefühl mit in die Unternehmen.
Deshalb verbreitet sich das Smartphone auch in der Wirtschaft immer mehr und wird inzwischen in fast jeder Branche genutzt. Laut einer Studie der Universität St. Gallen im Auftrags von T-Systems Multimedia Solutions sehen 82 Prozent der Befragten vor allem in Apps einen effizienzsteigernden Faktor ihres Arbeitsalltags.
Doch diese Entwicklung hat nicht nur Gewinner. Mögliche Verlieren sind ausgerechnet die Telekommunikationsunternehmen, meint die Unternehmensberatung Roland Berge in ihrer Studie "Telco 2020". Das Resümee: Anbieter von Online-Plattformen sowie von Services und Inhalten für Smartphones, Tablet-PCs und Internet-TV drängen traditionelle Telekommunikationsunternehmen aus dem Markt.
Zwar bleibt der Breitbandzugang weiterhin der Grundpfeiler der digitalen Kommunikation. Doch es gibt Nachholbedarf für die Telcos: "Sie müssen sich verstärkt auf die Wünsche ihrer Kunden fokussieren, um die passenden Lösungen auf den Markt zu bringen", erläutert Alexander Dahlke, Partner von Roland Berger Strategy Consultants.
"Denn das Kerngeschäft der Telco-Branche ist durch den Preisverfall im Breitbandgeschäft trotz erheblichen Volumenwachstums stark belastet", sagt Dahlke. "Kunden sind nicht mehr bereit, für den reinen Internetzugang zu bezahlen; sie möchten personalisierte, nutzerfreundliche Kommunikationsplattformen und -produkte".
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