SAP Electronic Medical Record

Bei der Visite ist die digitale Patientenakte auf dem Tablet dabei

Das Kardinal Schwarzenberg Krankenhaus in Schwarzach, Österreich, arbeitet mit Lösungen von SAP.

Ohne die digitale Speicherung von Patientendaten kann heutzutage kein Krankenhaus mehr arbeiten. „Die Wichtigkeit der IT ist in den letzten Jahren extrem gestiegen“, erklärt der CIO des österreichischen Krankenhauses Schwarzach, Christian Mühlthaler. „Sie ist mittlerweile ein Schlüsselprozess in einem Krankenhaus. De facto ist ein Krankenhaus ohne IT nach wenigen Stunden eigentlich arbeitsunfähig.“

Das Krankenhausinformationssystem in Schwarzach liefert eine digitale Patientenakte, die bislang jedoch nur schwerlich mobil verfügbar war. Eine neue Form der Darstellung der Patientenakte am Krankenbett verspricht SAP Electronic Medical Record (EMR). In Schwarzach läuft die mobile Anwendung auf krankenhauseigenen iPads. Relevante Daten stehen mit dieser mobilen Ausrüstung bei der Visite vor Ort und in Echtzeit zur Verfügung. Die Ärzte können mobil auf alle Patientendaten, die den aktuellen Aufenthalt, aber auch zurückliegende Behandlungen betreffen, zugreifen. Alle Patientenanforderungen, Röntgenbilder, schriftliche Befunde und Laborbefunde sind während der Visite dabei. Dem Patienten bringt das den Vorteil, dass z.B. auf Blutbildveränderungen schnell reagiert werden kann und die Ärzte gemeinsam mit ihm Röntgenbilder besprechen können.

„Unsere Patienten sind ja in der heutigen Zeit immer aufgeklärter, immer interessierter. Insofern bietet uns das SAP EMR die Möglichkeit, ihnen die Röntgenbilder direkt am Bett zu zeigen, die Implantate mit ihnen zu besprechen oder komplizierte Operationsabläufe zu erklären“, so Oberarzt Dr. Rainer Pitzek.

Sensible Patientendaten

Die Patientendaten werden nicht auf den iPads gespeichert, sondern aus dem Krankenhaussystem bei Bedarf über W-Lan abgerufen. „Wir haben auf dem iPad für das SAP EMR den selben Zugang mit Passwort wie auch im normalen SAP-System. Natürlich ist ein Timeout eingestellt, das den Zugang nach einer gewissen inaktiven Zeit sperrt. Die Sicherheit der Patientendaten ist oberstes Gebot und hundertprozentig gewährleistet“, ist sich CIO Mühlthaler sicher.

Verschiedene Endgeräte möglich

Die SAP Unwired Platform gibt dem Krankenhaus die Möglichkeit, geräteunabhängig die App zu den Ärzten zu bringen. Sowohl Apple- als auch Android-Geräte werden verwendet und sind für die IT administrierbar.

„Wir haben SAP Electronic Medical Records aktuell auf einer Pilot-Station, der Orthopädie, im Einsatz. Es gibt bereits einige Anfragen von anderen Abteilungen, dieses Produkt auch dort zu verwenden. Für uns in der IT ist jedoch wichtig, vorher die Aspekte Security oder Themen wie Bring-your-own-device (BYOD) und die Geräteverwaltung erschöpfend zu klären und anschließend in den Roll-out zu gehen“, beschreibt CIO Mühlthaler den gegenwärtigen Zustand des Projektes.

Für die Zukunft ist er optimitisch, was die Akzeptanz mobiler Lösungen angeht: „Was für uns in der IT sehr spannend und überraschend war, ist der Umstand, dass die Euphorie, die Endanwender im privaten Gebrauch mit dem iPad an den Tag legen, auch in die berufliche Nutzung überschwappt. Man kann diese Applikationen dem Endbenutzer in die Hand geben und er kann quasi ohne Schulungsaufwand arbeiten.“

Kardinal Schwarzenberg Krankenhaus Schwarzach

•    zweitgrößtes Krankenhaus im Bundesland Salzburg
•    Einzugsgebiet von ca. 200.000 Einwohnern
•    1.195 Mitarbeiter, davon 175 Ärzte
•    518 systemisierte Betten, 13 Primariate und 21 Stationen
•    im Jahr 2011 29.766 stationäre Patienten und 71.633 Patienten im ambulanten Bereich
•    bekannt durch die Versorgung von Wintersportlern
•    Pilot-Kunde von SAP ISH-Med, Einführung der Lösung 1996, als erstes Krankenhaus in Österreich  

Videomaterial zum Einsatz der SAP-Lösung im Krankenhaus Schwarzach:
http://www.youtube.com/watch?v=zV8nXnR-qMA&feature=related

 

www.kh-schwarzach.at

www.sap.com

Bildquelle: Altmann / pixelio.de

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