19.04.2017 Digitale Arbeitswelt

Click- und Crowdworker – Wo liegen die Unterschiede?

Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat zwei neue Begriffe hervorgebracht, die virtuell und flexibel auszuführende Tätigkeiten beschreiben: Crowd- und Clickworking. Zur Differenzeirung >>>

Crowd-Working wird beliebter

Vor allem große Konzerne lagern Tätigkeiten aus und vertrauen dabei auf die Schnelligkeit der Crowd.

Crowdworker: Crowdworking kann sowohl innerhalb eines Unternehmens erfolgen, etwa im Rahmen flexibler Teams, als auch außerhalb eines Unternehmens, z.B. über temporäres Outsourcing. Beim externen Crowdsourcing handelt es sich im Regelfall um Selbstständige ohne festes Arbeitsverhältnis, die in einer bestimmten Zeit Teile einer Tätigkeit ausführen, die über entsprechende Internet-Plattformen angeboten werden. Je nach Qualifikation und Aufgabenstellung können diese Tätigkeiten sehr anspruchsvoll sein und auch ein Zusammenarbeiten mehrerer Crowdworker erfordern. Bisweilen werden Crowdworker von Unternehmen gezielt und immer wieder beauftragt, sodass eine gewisse Verbindlichkeit entsteht („Feste Freie“).

Beispiele: Clickworker, Mechanical Turk, 99designs, Topcoder

Clickworker: Das Grundkonzept ist ähnlich wie bei externen Crowdworkern, jedoch handelt es sich im Regelfall um einfache bzw. kleinteilige Tätigkeiten (z.B. Etikettenvergleich, Kurztexte verfassen, Bildauswertungen), die oftmals als Nebentätigkeit ausgeführt werden. Die von den entsprechenden Plattformen angebotenen Mikro-Jobs werden jeweils mit geringen Cent-Beträgen entlohnt, sodass eine hohe Fallzahl erreicht werden muss, um nennenswerte Stundenverdienste zu generieren. Das Risiko der Tätigkeit (Versicherungsschutz, keine Vergütung bei nicht erfolgter Abnahme durch den Auftraggeber) trägt der Clickworker.

Beispiele: Streetspotr, Appjobber, Shopscout


Quelle: Forschungsbericht 463, Foresight-Studie „Digitale Arbeitswelt“ für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Institut für Innovation und Technik


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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