Die Zahl der Cloudservices steigt und steigt. Es gibt Dutzende Editoren, Grafiktools, Präsentations- und Design-Apps, Newsservices aller Art und vieles mehr. Auch Business-Anwendungen in der Cloud (Software as a Service, SaaS) werden immer zahlreicher, selbst Software-Konzerne wie SAP und Microsoft bieten Cloud-Dienste an.
Durch diese Vielfalt entstand ein kleiner, aber stetig wachsender Markt: Übergeordnete Automatisierungsdienste für Vielnutzer von Cloudservices. Denn wer diese Dienste intensiv nutzt, verbraucht viel Zeit mit Arbeitsgängen, die wieder und wieder ausgeführt werden müssen.
Wer Profidienste wie MailChimp oder Salesforce nutzt, kann damit auch anspruchsvolle Aufgaben erledigen, etwa das Verwandeln eines Salesforce-Leads in einen MailChimp-Subscriber für das Kundennewsletter oder das Erzeugen eines neuen Kundendatensatzes aus einer PayPal-Zahlung.
Die automatischen Gehilfen für die Wolke sind natürlich ebenfalls Cloud-Apps: IFTTT (IF This Then That), Cloudwork und Zapier bieten Automatisierungslösungen für eine Vielzahl der bekannten SaaS-Anbieter, Cloud-Dienste, Sozialnetzwerke und Online-Festplatten. IFTTT bietet sogar die Automatisierung einiger Geräte an.
Die Dienste gehen trotz unterschiedlicher Begrifflichkeit auf die gleiche Weise vor: Sie verknüpfen ein Ereignis in einem Dienst mit einer Aktion in einem anderen. Ein typisches Beispiel: Wenn in Feedly ein Artikel markiert wird, wird der Artikeltext in Evernote gespeichert.
IFTTT ist recht leistungsfähig und völlig kostenlos. Der Service automatisiert zurzeit über 90 Cloud-Apps und Geräte. Bekannte SaaS-Dienste finden sich hier nicht, aber IFTTT hat seine besondere Stärke im Verteilen von Links und Informationen. Der Dienst integriert eine ganze Reihe von Mediendiensten wie die New York Times, Buzzfeed, Instapaper oder Pocket. Außerdem arbeitet er am Internet der Dinge und bietet Schnittstellen zu Geräten wie einem intelligenten Netzteil, einer Wetterstation, Leuchtmitteln von Philips und Systemen für die Heimautomatisierung.
Zapier arbeitet mit mehr als 250 Diensten zusammen. Doch zahlreiche Apps erfordern die kommerzielle Premium-Version. Außerdem sind in der kostenlosen Version nur maximal fünf Automatisierungsvorgänge erlaubt, die nur alle fünf Stunden ausgeführt werden. Wer mit zwanzig Verknüpfungen und maximal dreitausend Vorgängen pro Monat auskommt, erhält für 15 Dollar im Monat eine gute Möglichkeit, viele Cloud-Apps miteinander zu verknüpfen.
Cloudwork ist noch relativ neu und bietet im kostenlosen Zugang maximal 100 Automatisierungen pro Monat an. Für einen Gelegenheitsnutzer ist das sehr interessant, denn bekannte SaaS-Services wie Asana, MailChimp, Salesforce oder Trello sind hier gratis zu nutzen. Der Dienst ist allerdings noch im Aufbau und wird nach Benutzerwünschen erweitert: Wer einen Service vermisst, kann dafür stimmen und erhöht die Chance, dass eine entsprechende Integration eingebaut wird.
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