Werkzeugkasten für das iPad
Evernote ist ein Notizprogramm. Das klingt im ersten Moment furchtbar langweilig, doch die App hat es in sich. Kurze Texte zu speichern bringt zunächst einmal keinen echten Mehrwert. Doch mit den zahlreichen Funktionen von Evernote wird die Cloud zum idealtypischen Ideenspeicher für alle Leute, die Einfälle, Gedanken, Fundstücke, Konzepte, Skizzen, Weblinks, Webinhalte, Fotos oder O-Töne aufheben wollen.
Evernote ist in erster Linie ein Service, der Notizen jeder Art speichert und über eine Vielzahl von Plattformen synchronisiert. Eine Notiz in Evernote kann ein Text, eine Liste mit Ankreuzfeldern, ein Link, der Inhalt einer Webseite, ein Foto oder eine Audionotiz sein. Texte können dabei beliebig lang sein und sogar Grafiken, Tabellen und die üblichen Formatierungen enthalten.
Neben der WebApp gibt es Programme und Apps für Windows, Mac, iOS, Android, BlackBerry und Windows Phone. Außerdem bietet Evernote Erweiterungen für Safari, Chrome und Firefox sowie für alle anderen Browser "Bookmarklets" (Lesezeichen mit Skripting-Funktion) an, die eine Webseite in Evernote speichern.
Die komfortablen Clients zum Beispiel für Windows erlauben die Offline-Arbeit an den Notizen. Auch auf Mobilgeräten zeigt sich Evernote sehr flexibel. So landen Fotos oder Audio-Clips automatisch nach dem Aufnehmen mit der Evernote-App im Speicherbereich des Cloud-Dienstes. Zu allem Überfluss können auch E-Mails an den eigenen Evernote-Zugang gesendet werden, die dann als Notiz gespeichert werden.
Die Notizen landen auf Wunsch in unterschiedlichen Notizbüchern und werden durch Schlagworte ("Tags") für eine Suche aufbereitet. Der Text kann übrigens auch verschlüsselt werden. Eine besonders schicke Funktion: Abfotografierte oder gescannte Dokumente werden mit OCR (Optical Character Recognition) in les- und bearbeitbare Notizen umgewandelt.
Der Webdienst sowie die verschiedenen Apps für alle Plattformen sind kostenlos, aber nur bis zu einer bestimmten Datenmenge, die pro Monat übertragen werden darf. Der Speicherplatz für Notizen ist dagegen nicht begrenzt. Das kostenlose Maximalvolumen liegt im Moment bei 60 Megabyte. Wer mehr will, muss für rund 35 Euro im Jahr den Premium-Zugang buchen.
Neben dem erhöhten Volumen von einem Gigabyte pro Monat bietet die Bezahlvariante von Evernote zwei Extras: Zum einen die Möglichkeit, PDFs zu durchsuchen und zum anderen eine Funktion zum gemeinsamen Bearbeiten von freigegebenen Notizen (Die kostenlose Version kennt nur Lesefreigaben).
Kurz: Evernote bietet alles, was überhaupt mit dem Konzept "Ich notiere mir was" vorstellbar ist und mehr. Wegen der offenen Programmierschnittstellen ist rund um Evernote ein ganzes Universum aus etlichen Dutzend Apps entstanden, die entweder bestimmte Inhalte in die Cloud senden oder aber die Arbeit mit Evernote vereinfachen. Eine Auswahl:
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