Die Lieferkette und der Ursprung der Edelmetalle im Kongo wurden vom Fairphone-Team vor Ort recherchiert.
Unter Berücksichtigung ihrer Kriterien haben sich die Niederländer für die Firma A'Hong in China als Produktionspartner entschieden.
Das Fairphone kann optisch und technisch mit aktuellen Geräten mithalten und kostet 325 Euro.
Bloß nicht zu lange drüber nachdenken, wie viele Arbeiter in China für das neue Smartphone ausgebeutet wurden. Bloß nicht genau wissen, wie viele Waffen im Kongo vom Erlös der dort für das neue Smartphone abgebauten Metalle finanziert werden. Schließlich soll das Gerät ja Spaß machen und nicht das Gewissen belasten, es soll gut und nicht blutig in der Hand liegen und außerdem: Haben die Verantwortlichen in dieser einen Fabrik jetzt nicht Netze gespannt, damit kein Arbeiter mehr in den Freitod springen kann?
Der Niederländer Bas von Abel will es sich nicht so einfach machen und beschäftigt sich seit 2010 genau mit den Dingen, die die meisten Smartphonekäufer ausblenden. Mit Unterstützung der Waag Society gründete er Fairphone. Das Ziel der Unternehmung, ein faires Smartphone herzustellen, ist zum Greifen nah: Es fehlen nur noch ein paar Vorbestellungen. Ab 5000 zahlender Kunden läuft die Produktion an. Der aktuelle Stand: über 2700 Bestellungen. Bis zum 14. Juni läuft die Aktion noch.
Auf der Webseite wird die Auswahl der Produktionspartner in China umfangreich erklärt, unter Berücksichtigung anspruchsvoller Kriterien haben sich die Niederländer für die Firma A'Hong in China entschieden. Auch die Lieferkette und der Ursprung der Edelmetalle im Kongo wurden vom Fairphone-Team vor Ort recherchiert. Das Ziel - noch nicht zu 100% erfüllt - sind konfliktfreie und fair gehandelte Materialen. Auch an das Ende der Nutzung wurde gedacht: Das Fairphone soll recycelt werden, schon jetzt werden entsprechende Initiativen unterstüzt.
Fairphone-Daten
Bildquelle: Fairphone