Werkzeuge für die Cloud
Die Notizen sind bei Evernote, der Kalender bei Google, die Projekte auf Trello, ein paar Links zum Twittern stehen in Delicious und interessante Websites warten bei Instapaper auf das Gelesenwerden - digitales Cloud-Leben im 21. Jahrhundert. Und digitaler Stress, denn es ist ganz schön schwierig, da noch den Überblick zu behalten.
Dieser ganze Wirrwarr aus Mobilapps, Webapps, Social Networks und Online-Festplatten soll seinen Anwendern eigentlich das Leben leichter machen. Es geht um den jederzeitigen Zugriff auf Informationen, Fotos, Dokumente und Links.
Nicht nur Vielnutzer haben den Eindruck, dass sie die Vielfalt mit ihrem stetigen Wechsel zwischen verschiedenen Apps und Browser-Tabs überfordert. Erste Hilfe für diese Situation kommt natürlich auch aus der Cloud: Es gibt Dienste, die verschiedene Cloud-Apps integrieren und das Zusammenspiel zwischen ihnen verbessern.
Hojoki ist ein Integrationsdienst, der Speicherdienste, Aufgaben- und Projektverwaltungen und andere Apps unter einer einheitlichen Oberfläche zusammenführt. Er kann über eine komfortable Weboberfläche und über Apps für iOS und Android genutzt werden. Andere Leute können zum gemeinsamen Zugriff auf Hojoki eingeladen werden, so dass auch kollaboratives Arbeiten möglich ist.
Nach der Anmeldung baut Hojoki auf Wunsch Verbindungen zu den Diensten auf. Deren Aktualisierungen werden auf einem oder mehreren Workspaces in einem Stream angezeigt. Das können zum Beispiel geänderte Dateien auf Google Drive, mit einem Stern markierte Google Reader-Artikel oder fällige Aufgaben bei verschiedenen Aufgabenverwaltungen sein.
Jeder Eintrag kann von jedem angemeldeten Benutzer kommentiert werden und es gibt die Möglichkeit, Statusmeldungen oder Aufgaben in den Stream zu schreiben. Außerdem werden Kommentare zu den Meldungen bestimmter Dienste automatisch mit dem jeweiligen Dienst synchronisiert werden, zum Beispiel wird ein Kommentar zu einem Tweet automatisch getwittert.
Hojoki eignet sich vor allem für kleinere Teams, die sich gegenseitig unkompliziert über Aktionen und Arbeitsschritte informieren möchten. Er ist vor allem durch die Integration von Kalender, Aufgabenverwaltung und Dokumentspeicher sehr gut für modernes, kollaboratives Arbeiten geeignet. Nur der Datenaustausch zwischen Diensten ist nicht vorgesehen.
Was Hojoki fehlt, bietet Primadesk: Die einfache Verwaltung von Dokumenten, Fotos und Mails in der Cloud. Der Service kann mit dem Browser oder mit Apps für iOS und Android eingesetzt werden. Er besitzt eine einheitliche Oberfläche für mehrere Mail-Konten, Foto- und Dokumentspeicher wie Flickr, Picasa, Dropbox oder Google Drive.
Sämtliche Fotos oder Dateien werden in einem Dateimanager angezeigt und können ganz einfach mit “Drag & Drop” zwischen den Diensten bewegt werden. Auch eine Suche über alle Services hinweg ist möglich. Bei E-Mails bietet Primadesk eine Art “Unified Communication”: Die App arbeitet als einheitlicher Mail-Client für verschiedene bekannte Maildienste sowie jeden beliebigen POP3- Mailzugang.
Bildquelle: Michael Staudinger / pixelio.de