18.05.2017 Android O und Go

Die fünf besten Neuerungen bei Android

Von: Ingo Steinhaus

Google hat für sein Betriebssystem viele Neuerungen angekündigt, von denen aber nur fünf bemerkenswert sind.

Verbesserte Unterstützung für Medieninhalte mit DRM, optimiertes Puffern beim Streamen, eine jeweils eigene ID für Benutzerkonten sowie Apps und ein neues App-Verzeichnis - dies sind nur einige der vielen Detailverbesserungen in der nächsten Version von Android. Doch wirklich spektakulär sind nur die folgenden fünf Neuerungen:

1. Android Go

Die wichtigste Neuerung ist Android Go, eine abgespeckte Version des Betriebssystems für schwächer ausgestattete Smartphones oder Regionen mit nicht ausreichender Kommunikationsinfrastruktur. Diese Systemversion besitzt verschiedene neue Funktionen, die  den Datendurchsatz besser überwachen und beim Sparen von Volumen helfen. Darüber hinaus wurden sämtliche Google-Apps für weniger leistungsfähige Chips und Netze optimiert. Auch das Videostreaming ist angepasst worden, so enthält YouTube für Android Go eine Bandbreite sparende Vorschaufunktion. Darüber hinaus gibt es bereits zahlreiche Drittanbieter, die entsprechende Apps für Go herausgebracht haben. Sie sollen insgesamt weniger als zehn Megabyte groß sein und möglichst einen Offline-Modus besitzen

2. Google Fotos

Die Foto-App von Android bekommt ein paar neue Funktionen, die sich vor allem dem verbesserten Teilen von Bildern widmen. So macht die neue Sharing-Funktion automatische Vorschläge, um Bilder mit einem Klick teilen zu können. So sollen beispielsweise die Fotos ausgewertet werden und eventuell erkannte Personen als Sharing-Partner angeboten werden. Darüber hinaus wird es möglich sein, die eigene Foto-Sammlung mit anderen Personen zu teilen, entweder insgesamt oder aber nur die Bilder der darauf erkannten Person. Außerdem gibt es eine neue Funktion, die beim Erzeugen von Fotobüchern hilft und den Direktdruck aus der App heraus unterstützt.

3. Google Lens

Dieses neue Feature findet sich jetzt auch in der Foto-App und hilft bei der Verschlagwortung von Bildern und dem Erkennen von Informationen darauf. Ein Beispiel: Fotos von Pflanzen und Türen werden direkt mit der richtigen Bezeichnung ausgestattet.  Doch Google Lens soll noch mehr können. So wird die neue Kamera-App ebenfalls damit ausgestattet, sodass die Informationen in Echtzeit Kamera ein bestimmtes Objekt erfasst. So könnten beispielsweise Infos zu einem Restaurant oder zu einer Sehenswürdigkeit angezeigt werden.

4. Play Protect

Diese neue Sicherheitsfunktion soll die Anwender vor möglichen Risiken im Google Play Store schützen. Auch hier setzt das Unternehmen auf künstliche Intelligenz und Daten. Die Funktion sucht auf jedem Android-Smartphone nach Apps, die risikoreiche oder unsichere Funktionen ausführen. Wird eine solche App identifiziert und ist sie in größerem Umfang auffällig geworden, wird sie aus dem Play Store entfernt. Im Moment ist noch unklar, ob diese Funktion auch bereits installierte Apps deinstalliert oder zumindest stilllegt.

5. Bild im Bild

Eine App wie beispielsweise YouTube oder ein Video-Chat kann nun in einem verkleinerten Bereich weiterlaufen, während der Nutzer mit anderen Apps arbeitet. Diese Funktion behebt endlich ein lästiges Probleme von Android-Smartphones: Wer beispielsweise während eines Videochats eine Mail oder eine Website anschauen muss, musste bisher den Chat unterbrechen und die gewünschte App in den Vordergrund holen.

Bildquelle: Google

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