Mobilgeräte sorgen für mehr als 17% des Webtraffics
Das viel beschworene mobile Internet etabliert sich. Der Anteil von Mobilgeräten an der weltweiten Webnutzung lag im Juli dieses Jahres bei 17 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es erst elf Prozent. Klingt toll, aber die Zahlen haben die übliche Schwäche eines jeden Durchschnitts: Sie sagen wenig über die Verteilung der Werte.
So liegt der Mobilanteil am Web in den asiatischen Staaten bei beeindruckenden 26,6 Prozent. In Europa dagegen liegt er lediglich bei 9,7 Prozent. Nur in Südamerika ist er niedriger. Diese Zahlen haben auch Konsequenzen für E-Commerce und andere Bereiche des Alltagsinternets.
Laut dem "Asia B2C E-Commerce Report 2013" von yStats.com ist der asiatische Raum in Bezug auf Internetnutzung und B2C E-Commerce sehr unterschiedlich entwickelt. Länder wie Japan, Südkorea und China erreichen immer höhere Anzahlen an Internetnutzern. Damit verbunden steigen die Umsätze im B2C-Sektor des E-Commerce.
Starke Unterschiede in Asien
Nach wie vor gibt es aber auch weniger entwickelte Länder wie Laos und Nepal, bei denen von weniger als 10 Prozent der Einwohner das Internet nutzen. Auch große Märkte wie Indien und Indonesien zeigen in dieser Hinsicht Nachholbedarf. Die stärksten Märkte sind Japan und Südkorea mit jeweils sehr erfolgreichen lokalen Online-Marktplätzen (Rakuten und GMarket).
Laut einer internationalen Studie von FICO, einem Anbieter von prädiktiver Analytik und Softwarelösungen für Entscheidungsmanagement gebewn die asiatischen Länder beim praktischen Einsatz von Mobilgeräten für Bankgeschäfte und Einkäufe den Ton an.
Die von FICO in Auftrag gegebene Online-Studie wurde Mitte 2013 von FreshMinds Research durchgeführt. Sie untersuchte die privaten Nutzungsgewohnheiten von Smartphone-Nutzern aus 14 Ländern. Die Ergebnisse zeigten: Smartphone-Nutzer aus China, Korea und Indien stehen der mobilen Kommunikation mit Unternehmen und Behörden tendenziell aufgeschlossener gegenüber als Deutsche, Franzosen oder Engländer.
Während die deutschen Smartphone-Nutzer der Verwendung von Apps und mobilen Websites im Bereich Einzelhandel recht positiv gegenüber stehen, sind sie bei der mobilen Kommunikation mit Banken, Versicherungen oder Behörden noch sehr zurückhaltend. Etwa 90 Prozent der befragten Deutschen wollen bei ihren Bankgeschäften auch künftig nicht auf mobile Geräte setzen.
Interessante Einblicke gab die Studie in das Verhältnis der Deutschen zum Online-Banking: Obwohl knapp 80 Prozent der deutschen Studienteilnehmer ihre Überweisungen zumindest teilweise am Computer tätigen, benutzen ebenfalls fast 80 Prozent noch stationäre Kontoauszugdrucker in den Bankfilialen.
Bildquelle: Statista/Mashable (Daten von StatsCounter)
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Anteil der Mobilgeräte an der Webnutzung