Die meisten Smartphone-Nutzer würden im Verlustfall Geld bezahlen, um Fotos wiederherzustellen.
Weitere Ergebnisse der Umfrage von Kroll Ontrack
Was für Daten haben Sie hauptsächlich auf Ihrem Smartphone oder Tablet gespeichert und was sind sie Ihnen wert? Das hat Kroll Ontrack 1.518 private IT-Nutzer in Deutschland gefragt. Die Ergebnisse zeigen:
Weitere Ergebnisse der Umfrage: Je jünger IT-User sind, desto mehr Urlaubs- und Familienfotos haben sie auf ihren Smartphones oder PCs gespeichert. Allerdings hat die Nutzergruppe der 18 bis 34-Jährigen auch das höchste Risiko, Daten unwiederbringlich zu verlieren.
Aus Verbrauchersicht durchaus alarmierend, denn gerade die Jungen stufen Fotos als besonders wertvoll und erhaltenswert ein. Jeder Dritte macht dennoch nach wie vor kein Back-up.
Schaut man sich an, was die Deutschen auf ihren Smartphones und PCs speichern, liegen Fotos hoch im Kurs. Digitale Alben mit Urlaubs- und Familienfotos nehmen am meisten Speicherplatz ein:
Altersbedingte Unterschiede sind besonders bei Musikdateien und Spielen zu sehen, bei Adressdateien und schulischen oder beruflichen Dokumenten und eben Fotos.
Gefragt, für die Rettung welcher Daten Anwender im Verlustfall zahlen würden, liegen die Urlaubs- und Familienfotos mit Abstand vorne.
Die 18 bis 34-Jährigen schätzen diese Daten am meisten: 84 Prozent sind bereit, im Verlustfall für die Wiederbeschaffung zu zahlen. Bei den 34 bis 55-Jährigen stimmen dem 67 Prozent zu, bei den über 55-Jährigen sind es 61 Prozent. Vergleichbar ist die Haltung, wenn es um Familienfotos geht.
Für die Rettung von Dateien, die in der Regel einmal kostenpflichtig erworben wurden, wie zum Beispiel Musik, möchten hingegen nur wenige löhnen: in der jüngsten Gruppe gerade mal 45 Prozent, unter den 34 bis 55-Jährigen 35 Prozent und bei den älteren Befragten 22 Prozent.
„Für die Wiederbeschaffung von Daten mit ideellem Wert wird eher gezahlt als für die Rettung von Daten mit materiellem Wert. Musik kann ich zur Not mit einem neuen Download wieder herstellen – das ist zwar aufwendig, kann ich aber auch alleine. Urlaubsfotos hingegen sind in der Regel für immer verloren. Diesen Trend sehen wir auch in unserem Tagesgeschäft. Neben der Wiederherstellung von beruflichen oder schulischen Dokumenten beziehen sich die meisten Anfragen auf die Rettung von Bildern. In einem aktuellen Fall geht es um die Rettung von 1,3 Terabyte an Daten aus einem NAS-System, einem lokalen Speichernetzwerk, auf dem hauptsächlich Bilder liegen.“ Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack
40 Prozent der Deutschen haben schon einmal Daten verloren, die sie auf ihrem Smartphone oder PC gespeichert hatten, und konnten diese ohne professionelle Hilfe auch nicht wiederherstellen. Dennoch führt noch immer ein Drittel der Befragten kein Back-up ihrer Daten durch.
Grund dafür scheint der laxere Umgang der Jungen mit ihren Endgeräten:
Über die Umfrage
Kroll Ontrack und Toluna haben im August 2017 1518 Bundesbürger über 18 Jahren zum Thema Wert von Daten befragt.
Bildquelle: Kroll Ontrack