Stefan Jeschonnek, Managing Director und Mitbegründer von SumUp
Wie funktioniert Ihre mobile Payment-Lösung?
Stefan Jeschonnek: Sie funktioniert schnell und einfach: Händler laden sich die kostenlose App herunter, registrieren sich einmalig und erhalten innerhalb weniger Tage unser kostenloses Kartenlesegerät per Post zugesandt. Nach Erhalt des Gerätes können sie direkt loslegen, Kartenzahlungen zu akzeptieren. In der App selbst kann der Händler bequem sein Produktportfolio hinterlegen. Beim Bezahlvorgang kann er mit einem Klick die Produkte auswählen, die konsumiert wurden oder er trägt Preise manuell ein. Im Anschluss wählt er aus, ob der Kunde bar, mit EC- oder mit Kreditkarte zahlen möchte. Die Karte des Kunden wird dann mit dem SumUp-Kartenlesegerät gelesen und der Kunde unterschreibt anschließend auf dem Display des Tablets oder Smartphones. Nach erfolgter Transaktion kann er sich eine Rechnung per SMS oder E-Mail schicken lassen.
Was ist der Vorteil gegenüber der Nutzung von herkömmlichen EC-Terminals?
Jeschonnek: Herkömmliche Terminals sind in der Anschaffung sehr teuer und oft an komplizierte Verträge mit langen Laufzeiten gebunden. Wir machen damit Schluss. Es gibt keine Vertragslaufzeit, keine Mindestgebühren und keine monatlichen Kosten. Pro Transaktion berechnen wir lediglich eine Gebühr von 2,75 Prozent des abgerechneten Betrags; zudem ist das Kartenlesegerät bei uns kostenlos. Damit sind Zahlungen besonders für Selbständige und Kleinunternehmer wesentlich günstiger als mit herkömmlichen Terminals.
Wie können sich die Kunden bei dem Verfahren authentifizieren?
Jeschonnek: Händler, die mit unsere Lösung abrechnen wollen, registrieren sich entweder online auf www.sumup.de oder in der SumUp-App.
Wie garantieren Sie die Sicherheit der Transaktion? Wie die Sicherheit
der Bankdaten des jeweiligen Kunden?
Jeschonnek: All unsere Systeme sowie alle Abläufe sind nach höchsten Sicherheitsstandards entwickelt worden, sind vollverschlüsselt und PCIDSS zertifiziert. Zudem werden mit dem Kartenleser nur die Daten ausgelesen, die auf der Karte stehen, also Kartennummer und Gültigkeit. Zu keiner Zeit werden sensible Daten im Kartenleser oder dem Mobiltelefon gespeichert.
Welche EC- bzw. Kreditkarten werden bei Ihrer mobilen Lösung bislang
akzeptiert?
Jeschonnek: Wir akzeptieren alle gültigen EC-Karten, das ist vor allem in Deutschland und Österreich wichtig. Dazu können unsere Händler Kreditkartenzahlungen von Mastercard und Visa akzeptieren. Natürlich arbeiten wir mit Hochdruck daran, dieses Angebot stetig auszubauen.
Für welche Endgeräte ist die App verfügbar? Wie teuer ist sie?
Jeschonnek: Unsere App ist kostenlos und kann auf allen Endgeräten mit iOS 5.0 oder höher und Android 2.3.7 oder höher betrieben werden.
Welche Gebüren fallen für den Händler je Transaktion an?
Jeschonnek: Ein Händler zahlt immer nur 2,75 Prozent des Umsatzes. Darüber hinaus gibt es keine zusätzlichen oder versteckten Kosten, keine Grundgebühr und keine Pauschalen. Selbst der Kartenleser ist bei uns kostenlos. Barzahlungen sind selbstverständlich gebührenfrei.
Welche Standard und Zertifizierungen unterstützt Ihre mobile Payment-Lösung?
Jeschonnek: Unser System ist nach EMV-Anforderungen (Europay, Mastercard, Visa) aufgebaut worden und ist PCI-DSS zertifiziert – dem höchsten Sicherheitsstandard für Kartenzahlungen.
Können Sie uns bitte ein kurzes Einsatzszenario bei einem hiesigen
Kunden beschreiben?
Jeschonnek: Das Hauptstadtfloß in Berlin arbeitet mit unserer Lösung. Wenn das Boot bisher auf der Spree unterwegs war, ging Kunden oft während der Fahrt das Bargeld aus – ohne Geldautomat in der Nähe. Seit das Floß mit unserer Lösung ausgerüstet ist, steht dem Partyspaß auf dem Wasser nichts mehr im Weg und die Gäste zahlen bei Bedarf einfach bequem und sicher mit Karte.