Windows-Telefone vergrößern langsam ihren Marktanteil
Windows-Smartphones sind bisher keine Renner, doch sie haben überzeugte Nutzer. So gilt die übersichtliche Metro-Oberfläche als großer Wurf. Auf kleinen Displays ist sie auf jeden Fall einfacher und schneller zu bedienen als Android mit seinen dann winzigen Symbolen. Außerdem skaliert sie viel besser auf unterschiedliche Auflösungen als die Konkurrenten.
Doch der Durchbruch eines Systems hängt sehr stark von der Verfügbarkeit von attraktiven und nützlichen (oder unterhaltsamen) Apps ab. Außerdem ist Windows Phone wegen der etablierten Marktstrukturen eine Zukunft als Umsteigersystem beschieden. Viele Anwender werden ihre angestammten Smartphones nur dann für ein Windows-Telefon verlassen, wenn es auch die gewohnten Apps gibt.
Der Windows Phone Marketplace war bis vor wenigen Monaten eher ein Nischenmarkt, doch inzwischen gibt es hier ein deutliches Wachstum: Im Dezember erreichte der Marketplace die Rekordmarke von 50.000 Apps und inzwischen gibt es über 70.000 kostenlose und kostenpflichtige Apps. Aktuell kommen wöchentlich über 2.000 neue Apps hinzu.
Die Apps stammen aus allen Software-Kategorien - von der Produktivitäts-App bis zum Spiel. Entscheidend für einen Umsteiger ist aber die Frage, ob es die Lieblings-Apps auch auf dem neuen System gibt? Wenn es um sehr populäre Programme geht, vermutlich schon. Doch je exotischer und spezieller eine App ist, desto unwahrscheinlicher ist der Fund im Windows Marketplace.
So müssen sich Nutzer von Facebook, Twitter, Dropbox, Wunderlist und Evernote keine Sorgen machen, ihre Apps gibt es. Für einige andere populäre Apps wie Reeder (iOS) oder RssDemon (Android) gibt es Alternativen, im Falle der RSS-Reader zum Beispiel Fuse. Weitere beliebte Apps wie WhatsApp, IM+, Wetter.Info oder StauMobil gibt es ebenfalls.
Alles in allem ist ein Windows-Telefon durchaus konkurrenzfähig. Dies liegt auch daran, dass es Microsoft den etwa 18. 000 registrierten Entwicklern leicht macht. Die Entwicklungsplattform ist kostenlos und dank seiner langen Erfahrung mit Entwicklungsumgebungen und Programmiersprachen kann Microsoft gut auf die Bedürfnisse von Entwicklern eingehen. Jetzt muss nur noch der Endkunde zuschlagen. Aber es wird ja.
Bildquelle: Microsoft