Die App für Kundenkarten

Ein Ende der Plastikkarte

Die Stocard-App lässt Kundenkarten auf das Handy wandern: Mit der Smartphone-Kamera den Barcode einscannen und schon erstellt die App eine digitale Version der Plastikkarte. Über 300 Karten sind bereits voreingestellt, fehlende hinzuzufügen ist ganz einfach. Im Geschäft bleibt alles wie gehabt – statt der Kundenkarte wird jedoch nur noch das Smartphone vorgezeigt. David Handlos, Geschäftsführer und Gründer von Stocard, berichtet über die bisherigen Erfahrungen.

"Wir versenden derzeit mit ersten Pilotpartnern Angebote und Coupons. Wegen dem großen Erfolg planen wir demnächst einen größeren Rollout mit zahlreichen weiteren Unternehmen", so David Handlos, Geschäftsführer und Gründer von Stocard.

Herr Handlos, die Stocard-App vereint viele Kundenkarten im Smartphone und soll das Portemonnaie leichter machen. Wie hoch ist die Akzeptanz und Erfahrung des Kassenpersonals, wenn ihnen ein Handy statt einer gewöhnlichen Karte entgegengehalten wird?
David Handlos:
Wir haben in eigenen Tests und aus Erfahrungsberichten unserer Kunden bisher – bis auf wenige Ausnahmen – sehr gute Erfahrungen mit dem Kassenpersonal gemacht. Ganz am Anfang waren sie von dem ungewohnten Anblick einer Kundenkarte auf dem Smartphone verwundert, aber mittlerweile sind die Kassierer sehr vertraut mit unserer App.

Die Downloadzahlen zeigen, dass die App beliebt ist. Bei einigen Händlern sind jedoch die Scannertechniken veraltet und lassen daher kein Scannen vom Smartphone-Display zu. Wie häufig kommen die Kundenkarten aus der App erfolgreich zum Einsatz?
Handlos:
Beim Launch der App 2011 hatten wir noch häufig Probleme wegen der alten Scanner, jedoch haben inzwischen viele Unternehmen nachge­rüstet – leider nicht in jedem Geschäft. Aber selbst wenn das Geschäft noch ältere Scanner einsetzt, sind die Kassierer gerne bereit, die Kundennummer per Hand einzugeben. Für die Zukunft haben uns viele Händler wissen lassen, dass sie derzeit ihre Scannersysteme umstellen bzw. eine Umstellung demnächst geplant ist. Sie scheinen erkannt zu haben, dass das Smartphone ein enormes Potential bietet und moderne Scanner in der Zukunft für die Benutzung von Kundenkarten, Coupons und Gutscheinen unerlässlich sein werden. Insgesamt gibt es pro Monat knapp über eine Million Kundenkarten­transaktionen durch die Stocard-App – das positive Feedback unserer Nutzer zeigt, dass diese meistens erfolgreich sind.

Nutzen Händler bzw. Partner bereits die Möglichkeit, über Stocard auch Coupons für ihre Kundenkarte zu hinterlegen?
Handlos:
Wir versenden derzeit mit ersten Pilotpartnern Angebote und Coupons. Wegen des großen Erfolgs planen wir demnächst einen größeren Rollout mit zahlreichen weiteren Unternehmen. Unsere Kunden freuen sich, denn durch die Versendung von Angeboten und Coupons passend zu den eingespeicherten Kundenkarten stellen wir sicher, dass unsere Nutzer nur die für sie wirklich relevanten Informationen erhalten.

Ist ein Ende der Plastikkarten in Sicht?
Handlos:
Kundenkarten aus Plastik bieten meiner Meinung nach keinen Vorteil gegenüber unserer mobilen Lösung und das Smartphone wird seine Position als wichtiger Begleiter beim Einkaufen weiter ausbauen. Deshalb denke ich, dass die Plastikkarte in wenigen Jahren ganz aus unseren Geldbeuteln verschwinden wird. Unsere Wachstumsrate von mehreren 10.000 neuen Nutzern pro Woche unterstreicht diesen Trend eindeutig.

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok