Interview mit Dr. Stefan Jensen, Qliktech

Einfach, schnell und sicher

Interview mit Dr. Stefan Jensen, Director Presales DACH bei Qliktech

Dr. Stefan Jensen, Qliktech

Dr. Stefan Jensen, Director Presales DACH bei Qliktech

Worauf sollten die Verantwortlichen bei der Auswahl einer mobilen BI-Applikation hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit besonders achten?
Dr. Stefan Jensen: Je nach Unternehmen sind diese Aspekte natürlich unterschiedlich, aber Schnelligkeit, eine einfach zu bedienende Oberfläche und Sicherheit zählen zu den wichtigsten Punkten bei der Auswahl einer BI-Applikation. Bei Business Intelligence geht es darum, bessere operative und strategische Entscheidungen treffen zu können. Da darf es keine Rolle spielen, wo sich der Anwender gerade aufhält.

Wie können ausführliche Reports, Analysen und Simulationen auf den kleinen Displays von Smartphones und Tablets lesefreundlich dargestellt werden?
Jensen: Grundsätzlich funktioniert die Übertragung von Qlikview-Analysen auf mobile Endgeräte über den Server des Unternehmens. Hier werden die Informationen zur Verfügung gestellt und an das Endgerät übertragen. Anwender können so Geschäftsdaten in Echtzeit nutzen, als wären sie innerhalb des Unternehmens – per Touchscreen und ohne spezielles Training. Selbst hoch komplexe Analysen sind so heute mobil machbar. Die Anwendung wird dabei speziell für das jeweilige Endgerät aufbereitet, so dass z.B. mit einem Tablet das normale Layout der Anwendung genutzt werden kann, auf einem Smartphone aber auch ein Modus angeboten wird, in dem nur einzelne Objekte angezeigt werden.

Wann ist eine eigene App sinnvoll, wann ist eine mobile Browser-Oberfläche besser?
Jensen: Je komplexer die Anforderungen an eine mobile Verwendung einer Software sind, desto eher ist eine eigene App sinnvoll. Für uns zählt vor allem eine einfache und unkomplizierte Oberfläche, die es dem Anwender erlaubt, schnell Analysen und Reports zu erstellen. Eine browserbasierte Oberfläche bietet auch den Vorteil, eine einmal erstellte Anwendung auf jedem Gerät nutzen zu können.

Welche Funktionen sollte eine mobile App auf jeden Fall beinhalten? Inwieweit unterscheidet sich die Mobilversion von den teils sehr mächtigen BI-Lösungen, die in der klassischen Unternehmens-IT zum Einsatz kommen?
Jensen: Ein essentieller Punkt ist, dass die BI-Lösung plattformübergreifend ist. So kann ein Anwender beispielsweise am Laptop arbeiten und sich ein Lesezeichen setzen, um wenig später an einem mobilen Gerät genau an dieser Stelle wieder in seine Analysen einzusteigen. Bei uns kann auch die Lizenz ohne zusätzliche Kosten lokal, in der Cloud, am Laptop oder auf jedem mobilen Gerät eingesetzt werden.

Welche Fallstricke lauern bei der Einbindung der App in die vorhandene IT-Landschaft des Unternehmens?
Jensen: In puncto Sicherheit haben viele IT-Abteilungen nach wie vor Bedenken. Denn was tun, wenn der Mitarbeiter sein Tablet im Taxi vergisst? Hier ist es wichtig, dass die IT-Abteilung weiterhin die Kontrolle über die Nutzung auf allen mobilen Geräten behält. Qlikview on Mobile speichert lokal keine Daten, sondern greift auf den Qlikview-Server zu. Hier werden die Anwendungen und Zugangsberechtigungen verwaltet.

Ist man im Ausland unterwegs, will man beispielsweise keine Roaminggebühren aufwenden. Wie funktioniert in diesem Moment ein Umschalten von Online- auf Offline-Arbeit?
Jensen: Wenn ein Anwender die mobilen Clients unserer Lösung nutzt, greift er online auf die aktuellste Version der Anwendungen auf dem Server zu, dafür muss eine Verbindung zum Server vorhanden sein. Auf den mobilen Geräten werden lokal keine Daten gespeichert.

Auf welche Datenquellen (BI-Serverlösung, externe Quellen z.B. Social Media) sollte die mobile Software zugreifen können? Und wie kann man dabei weltweit eine akzeptable Performance sicherstellen?
Jensen: Der Anwender sollte unabhängig vom verwendeten Gerät immer auf die gleichen Datenquellen und Anwendungen zugreifen können, egal ob auf dem Notebook oder dem Smartphone. Unsere Mobillösung greift auf die Anwendungen auf dem Qlikview-Server zu, wobei nur wenige Daten übertragen werden, so dass die Performance hauptsächlich von der vorhandenen Bandbreite und der Qualität der Verbindung zum Server abhängt.

Wie ist es um Datenschutz und Sicherheit bei der Nutzung mobiler BI-Apps bestellt – zum Beispiel, wenn man sich auf Geschäftsreisen in China oder USA befindet?
Jensen: Entscheidend für uns war, dass die sensiblen Daten nicht auf dem Endgerät landen. So erfolgt die Abfrage der Informationen direkt auf dem Server, bevor lediglich die Informationen – speziell für das jeweilige Endgerät aufbereitet – übermittelt werden.

Können Sie uns bitte ein konkretes Referenzprojekt Ihrer mobilen BI-Applikation nennen?
Jensen: Fast alle unserer Kunden analysieren ihre Daten nicht nur am PC, sondern auch auf Smartphones, Tablets und Co. wie beispielsweise Dämmstoffhersteller Kaimann oder Kölle Zoo, ein führendes Zoofachgeschäft. Ein typisches Einsatzszenario für die Nutzung unserer mobilen Lösung ist ein Unternehmen aus dem Fertigungsbereich. Ein Außendienstmitarbeiter ist regelmäßig bei seinen Kunden vor Ort und dabei auf immer aktuelle Daten und Analysen angewiesen. Mit dem iPad kann er die aktuellen Bestände auf einem Blick sehen und neue Bestellungen direkt neben dem Kunden in Auftrag geben. Dies spart enorm viel Zeit.

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