Hinrich Stürken, Leitung Marketing/Sales bei Reporta
Worauf sollten die Verantwortlichen bei der Auswahl einer mobilen BI-Applikation hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit besonders achten? Wie können ausführliche Reports, Analysen und Simulationen auf den kleinen Displays von Smartphones und Tablets lesefreundlich dargestellt werden?
Hinrich Stürken: Die Nutzerfreundlichkeit und einfache Bedienbarkeit ist ein entscheidendes Kriterium für mobile BI-Lösungen. Hier hilft es allen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die abgebildeten Information nicht zu überfrachten. Ausführliche Detailansichten etc. können und sollten durch einfache und intuitiv zu bedienende Menüführungen bzw. Klicks auf die betreffenden Werte erreicht werden. Einfache Menüstrukturen sind essentiell wichtig für den Erfolg von BI-Lösungen.
Wann ist eine eigene App sinnvoll, wann ist eine mobile Browser-Oberfläche besser?
Stürken: Das hängt von den Anforderungen und dem Grundkonzept der BI-Lösung ab. Stellt diese im normalen Browser bereits vielfältige Daten bereit, müssen diese mit Hilfe einer eigenen App für den mobilen Einsatz entsprechend benutzerfreundlich aufbereitet werden. Handelt es sich z.B. um Grafiken sind diese eventuell leichter auch in einem mobilen Browser darzustellen als z.B. Zahlenreihen.
Welche Funktionen sollte eine mobile App auf jeden Fall beinhalten? Inwieweit unterscheidet sich die Mobilversion von den teils sehr mächtigen BI-Lösungen, die in der klassischen Unternehmens-IT zum Einsatz kommen?
Stürken: Die mobile App sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren und schnell und einfach sinnvoll aufbereitet die wichtigsten Parameter zeigen. Eine erfolgreiche mobile Adaption einer BI-Lösung kann naturgemäß nicht alle Facetten einer ‘stationären’ Applikation übernehmen, aber clever aufbereiten und so zu einem nützlichen Unterstützungstool des Arbeitsalltags werden lassen.
Welche Fallstricke lauern bei der Einbindung der App in die vorhandene IT-Landschaft des Unternehmens?
Stürken: Hier sind sicherlich Sicherheitsfragen zu berücksichtigen, die die Verschlüsselung der unternehmensrelevanten Daten lösen. Außerdem ist ein online und offline Betrieb zu ermöglichen, wobei dann auf die Synchronisationsregeln bei beidseitigem Arbeiten geachtet werden muss.
Ist man im Ausland unterwegs, will man beispielsweise keine Roaminggebühren aufwenden. Wie funktioniert in diesem Moment ein Umschalten von Online- auf Offline-Arbeit?
Stürken: Daten müssten lokal gespeichert werden, eventuell nur zur Ansicht und im Bedarfsfall dann synchronisiert werden.
Wie ist es um Datenschutz und Sicherheit bei der Nutzung mobiler BI-Apps bestellt – zum Beispiel, wenn man sich auf Geschäftsreisen in China oder USA befindet?
Stürken: Die Sicherheitsfragen sind sicher ein heikles Thema und sollten von jedem Verantwortlichen selbst beantwortet werden. Andere Länder/Regionen haben andere Datenschutzbestimmungen und definieren schon das Wort selbst unterschiedlich. Der Einsatz mobiler BI-Apps sollte also schon zuhause evaluiert und gegebenenfalls unterbunden werden, sofern die Daten bei eventuell lokaler Speicherung nicht verschlüsselt vorliegen.