03.01.2017 Virtual Reality in Freizeitparks

Europa Park rudert mit VR zurück

Von: Lea Sommerhäuser

Während in der Lotteworld in Seoul der erste VR-Freefall-Tower die Herzen der Freizeitparkfans höher schlagen lassen soll, rudert der Europa Park in Rust mit seinem Virtual-Reality-Angebot wieder zurück. Was ist da los?

Achterbahn Pegasus im Europa Park

Sie wurde erst letztes Jahr mit VR-Technologie ausgestattet: die „Pegasus“-Achterbahn. Für die neue Saison hat der Europa Park andere Pläne.

Im Dezember fanden im Freizeitpark Lotteworld in Seoul, Südkorea, die finalen Testfahrten des wohl ersten VR-Drop-Towers statt – dies teilte das Realisiererteam von VR Coaster kürzlich auf seiner Facebook-Seite mit. Bei diesem Virtual-Reality-Angebot sitzen die Besucher – mit entsprechenden Brillen ausgestattet – in den Sitzen eines Outdoor-Freifallturms und lassen die Beine baumeln. Dann werden sie langsam in die Höhe gezogen und können – oben angekommen – nochmals für wenige Sekunden tief durchatmen, ehe es in Fallgeschwindigkeit wieder in die Tiefe geht. Hierbei können sie für rund zwei Sekunden das Gefühl von Schwerelosigkeit „genießen“, während sich vor ihren Augen ein VR-Filmchen abspielt.

Mit selbiger Technologie stattete der Europa Park in Rust erst 2016 seine Familienachterbahn „Pegasus“ aus, um die Besucher durch die Welt von „Happy Family“ rauschen zu lassen. „Sie ist eine Achterbahn, die sich vor allem an junge Achterbahnfans richtet. Die Animation, die für die Fahrgäste zu sehen ist, ist eine 360-Grad-Sequenz mit Familie Wünschmann. Die Familienmitglieder sind die Hauptdarsteller des Animationsabenteuers, das im Magic Cinema 4D läuft. Somit haben die Besucher die Möglichkeit, nach dem Kinofilm weitere Abenteuer mit der ‚Happy Family’ zu erleben“, berichtete Michael Mack, Geschäftsführer von Mackmedia und geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Parks, im vergangenen Sommer im MOBILE-BUSINESS-Interview.

In der neuen Saison soll es das VR-Erlebnis auf jener Achterbahn allerdings nicht mehr geben, wie nun bekannt wurde. In einem Interview mit dem Schweizer Tages-Anzeiger verriet Michael Mack, dass man die Möglichkeit, eine Achterbahn mit VR-Brille zu fahren, nun auf den „Alpenexpress“ konzentrieren werde. Der Grund? Unter anderem verliere die Achterbahn „Pegasus“ an Attraktivität, wenn die Kapazität tiefer ausfalle, weil die Vorbereitung auf die Fahrt mit VR-Brille eine gewisse Zeit in Anspruche nehme. Dafür sollen die Besucher zukünftig beim „Alpenexpress“ die Auswahl zwischen mehreren Welten haben.

Bildquelle: Europa Park

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