Alcatel Onetouch hat seine Gerätereihe mit Firefox OS ausgeweitet und deckt nun mit dem Fire C das kostengünstige und mit dem Fire E und dem 4G LTE Fire S (im Bild) das mittelpreisige Segment ab. Um das Potential für ein Firefox OS Tablet aufzuzeigen, kann auf dem Mobile World Congress (MWC) außerdem ein erster Blick auf das FIRE 7 geworfen werden.
Aktuell stehen vier globale Netzbetreiber und drei Gerätehersteller hinter der Firefox OS Initiative. Im Jahr 2014 wird Mozilla mit dem offenen mobilen Betriebssystem in weitere Märkte expandieren. Telefónica erweitert die Liste der Firefox OS Märkte um acht Länder: Argentinien, Costa Rica, Ecuador, Deutschland, El Salvador, Guatemala, Nicaragua, und Panama. Bei der Deutschen Telekom kommen auch vier weitere Märkte hinzu: Kroatien, Tschechien, Mazedonien und Montenegro.
Auch die Unterstützung der Netzbetreiber für Firefox OS wächst weiter. Telkomsel und Indosat sind zu der Gruppe der 21 wichtigsten Betreiber hinzugestoßen, die die Initiative der Open-Web-Geräte weltweit unterstützen. Zu den weiteren Mitgliedern zählen zudem América Móvil, China Unicom, die Deutsche Telekom, Etisalat, die Hutchison Three Group, KDDI, KT, MegaFon, Qtel, SingTel, Smart, Sprint, die Telecom Italia Group, Telefónica, Telenor, Telstra, TMN und VimpelCom.
Die Gerätepartner Alcatel Onetouch, Huawei, LG und ZTE bieten mittlerweile für verschiedene Kundengruppen Smartphones mit Firefox OS an. Die heute vorgestellten Firefox OS Geräte verfügen über Dual-Core-Prozessoren für eine bessere Leistung und eine höhere Bildschirmauflösung. Die neuesten Firefox OS Geräte, darunter das ZTE Open C und Open II, Alcatel Onetouch Fire C, Fire E, Fire S und das Fire 7 Tablet, sind alle mit Snapdragon Prozessoren von Qualcomm Inc. ausgestattet.
Neben Smartphones setzt Mozilla mit Firefox OS auch auf neue Formfaktoren. Um Geräte für verschiedene Zielgruppen herzustellen, arbeitet Mozilla mit diversen Anbietern zusammen: So hat Panasonic beispielsweise SmartTVs mit Firefox OS angekündigt, während Foxconn und VIA Firefox OS Tablets herstellen werden.
Mehr Apps und Inhalten
Ein signifikantes Wachstum sei auch durch die steigende Anzahl an Apps und Inhalten auf Firefox OS ersichtlich ─ Ein Beweis dafür, dass das Web das Potenzial hat, der weltweit größte Marktplatz zu werden. Firefox OS bietet zwei Möglichkeiten für die Suche und Nutzung von Apps und Inhalten: den Firefox Marketplace und die adaptive App-Suche. Damit sollen User genau die Inhalte finden, die sie suchen und können die Apps sofort und einmalig verwenden oder herunterladen und dauerhaft nutzen. Dieser Ansatz optimiert damit auch die Daten- und Speichernutzung.
Tausende Entwickler stellen auf dem Firefox Marketplace Apps ein. Beliebte globale und relevante lokale Apps wurden bereits millionenfach heruntergeladen. Zu den populärsten globalen Apps zählen Cut the Rope, Where’s My Water von Disney, Facebook, EverNav, HERE, Line, Pinterest, SoundCloud, The Weather Channel, TimeOut, Twitter, Yelp und YouTube. Firefox Marketplace ermöglicht es, lokale und Nischen Apps mit relevanten regionalen Inhalten zu entwickeln, indem sie Entwicklern erlauben, grundlegende Web-Technologien ungehindert zu nutzen.
Neue Funktionen
Künftige Versionen von Firefox OS versprechen ihren Anwendern intuitive Navigation, eine leistungsstarke Universalsuche, die Unterstützung für LTE-Netze und Dual-SIM-Karten. User dürfen sich auch über einfache Möglichkeiten zum Austausch von Inhalten, die Erstellung eigener Klingeltöne, austauschbare Startbildschirme und Firefox Accounts freuen. Weiterhin arbeitet man an kürzeren Startzeiten, sanfterem Scrollen und höherer Tastengenauigkeit. Eine neue Universalsuche verbessert künftig die Content-Suche auf dem Handy. Diese Funktion steht auf jedem Bildschirm zur Verfügung: Mit einem Wischen von unten nach oben findet man neue Apps und Inhalte oder navigiert zu anderen Handy- und Web-Funktionen.
User können sich durch Wischen von der linken bzw. rechten Kante nahtlos zwischen verschiedenen Seiten, Inhalten und Apps bewegen. Eine einfache und direkte Weitergabe von Inhalten (und sogar von Softwareaktualisierungen) erfolgt sicher und mit NFC-Unterstützung. Daten oder WLAN werden dazu nicht benötigt.
Erste Beispiele
Telefónica bietet eine Kostenkontroll-App für Kunden an, so dass sie ihre Aktivitäten im Auge behalten und Kosten begrenzen können. Und die Deutsche Telekom hat soeben angekündigt, dass sie die tiefen Anpassungsstufen von Firefox OS zur Entwicklung neuer Datenschutzfunktionen nutzen wird. Das Projekt „Future of Mobile Privacy“, ein Gemeinschaftsprojekt mit Mozilla, soll eine effektive, anwenderbestimmte Datenschutzfunktionalität für Mobilgeräte ermöglichen.
Spreadtrum hat schlüsselfertige WCDMA- und EDGE-Designs für Firefox OS sowie den ersten Chipsatz der Branche für Smartphones im Preisbereich von 25 Us-Dollar vorgestellt: Der SC6821 definiert das Einstiegsniveau für Smartphones in den entscheidenden Wachstumsmärkten neu. Diese Lösungen haben bereits für große Aufmerksamkeit gesorgt. Globale Netzbetreiber wie Telenor, Telkomsel und Indosat sowie Partner wie Polytron, T2Mobile und Thundersoft haben Interesse bekundet.
Supportprozess vereinfachen
Bei Mozilla haben zahlreiche Mobilhersteller Interesse angemeldet, die sich durch die Fertigung von Firefox OS Handys und Tablets vom Markt abheben möchten. Dieser Nachfrage möchte Mozilla gerecht werden, um einen weiteren Gerätezuwachs zu ermöglichen. Daher hat die Organisation ein neues Selbstbedienungs-Portal freigeschalten, das Herstellern kurze Wege bietet und die Einführung neuer Geräte vereinfacht. Damit erhalten Hersteller die Ressourcen und Brandings, die sie zur Einführung eines Firefox OS Geräts benötigen, zentral an einem Ort.