Deutsche Unternehmen in der Aufholjagd

Geplanter Umstieg auf Enterprise Mobility

Alle reden davon, aber zu wenige tun es: Eine ganzheitliche Strategie für Enterprise Mobility ins Leben rufen. Dabei hat so ein Ansatz nur Vorteile, gegenüber Konkurrenten und bei Mitarbeitern.

Vorwärts dank Mobilitätsstrategie

Zusammenprall der Welten: Viele Nachwuchs-Führungskräfte erwarten umfassende Enterprise Mobility, aber die Unternehmen sind noch lange nicht so weit. Im Herbst 2013 befragte die Münchner Agentur PR-COM mehr als 150 Studenten an Business Schools und Universitäten in München. Die Umfrage ergab, dass die überwältigende Mehrheit für (92%) der angehenden Führungskräfte ihrem Privatleben ausgiebig Mobilgeräte nutzt.

Der selbstverständliche Umgang überträgt sich auf die künftigen Arbeitgeber: Die Nachwuchskräfte setzen schlicht voraus, dass Mobility auch in den Unternehmen eine große Bedeutung hat. Außerdem zeigt sich, dass mit der klassischen Verbotsmentalität („Konzerndenke“) kein Weiterkommen ist. Die meisten jungen Leute würden notfalls einfach ihre Privatgeräte für den Job nutzen.

Diese enorme Erwartungshaltung trifft allerdings auf Unternehmen, die der aktuellen Entwicklung hinterher hecheln. Nach einer Studie von Citrix haben etwa ein Drittel aller Unternehmen überhaupt keinen Plan für Enterprise Mobility, nur die Hälfte nutzt Mobile Device Management und in gut einem Fünftel der Unternehmen sehen sich die Mitarbeiter sogar gezwungen, private Apps berufliche Zwecke zu nutzen.

Immerhin: Den Unternehmen sind die Versäumnisse bewusst, denn 78 Prozent der Befragten der Citrix-Studie sieht Mobility als zentrale strategische Herausforderung. Ähnliche Zahlen finden sich auch in anderen Studien. Eine Untersuchung von CA Technologies ergab: 71 Prozent der Unternehmen in Deutschland verfolgen bereits Enterprise-Mobility-Strategien oder werden eine solche einführen.

Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass die Unternehmen eigentlich keine Wahl haben. Entweder sie führen Mobility geordnet ein oder sie kommt von alleine – im Wildwuchs. Dabei hat eine rechtzeitige und organisierte Strategie für Enterprise Mobility auch wirtschaftliche Vorteile. Nach einer aktuellen Studie von Unisys haben Unternehmen messbar bessere Geschäftserfolge, wenn sie eine ausgefeilte Mobilitätsstrategie verfolgen.

Solche mobilen Unternehmen sind Trendsetter mit einer ganzheitlichen Mobilitätsstrategie und Technologie-Roadmap. Sie legen Wert auf messbare Erfolgskriterien und machen Enterprise Mobility zum Governance-Thema. Unternehmen, die eher auf Bereichsstrategien oder bruchstückhafte Pläne setzen, fallen demgegenüber zurück.

"Die Ergebnisse zeigen, dass erfolgreiche Mobilität sorgfältige Planung, smarte Strategien und eine konsistente Ausführung erfordert", kommentiert Darren McGrath, Global Director, Mobility Solutions bei Unisys die Studie. "Indem Unternehmen einen holistischen, disziplinierten Ansatz zur Mobilität einschlagen, können sie die Produktivität ihrer Mitarbeiter und ihre Umsätze erhöhen, innovativer werden und neue Wege bei der Kundenbetreuung finden."

Bildquelle: La-Liana / pixelio.de

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