06.10.2017 Workout, Ernährung, Fitnessstudio

Gesundheits- und Fitness-Apps boomen

Gesundheits- und Fitness-Apps sind bei Nutzern weltweit so beliebt wie nie zuvor: In den vergangenen drei Jahren hat sich die Nutzung mehr als vervierfacht. Daher lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten.

Gesundheits- und Fitness-Apps boomen

App-Nutzer wollen ihre sportlichen Aktivitäten messen, um noch fitter zu werden.

Der Gesundheits- und Fitness-Trend setzt sich weltweit durch. Während für die einen allgemein das Thema Gesundheit wichtig ist, wollen andere ihre sportlichen Aktivitäten messen, um noch fitter zu werden. Apps dienen dabei oft zur Unterstützung. Die Treue der App-Nutzer ist dabei so hoch wie in keiner anderen Kategorie: Wenn sie erst einmal angefangen haben, eine Gesundheits- und Fitness-App zu verwenden, fühlen sich die User ihr sehr verpflichtet. Die neueste Analyse des Mobile-Analytics-Dienst Flurry zeigt: 96 Prozent der aktiven Nutzer bleiben ihrer App treu.

Workout-Apps halten Einzug

Seit 2014 legen Gesundheits- und Fitness-Apps massiv zu. Innerhalb von nur drei Jahren ist die Nutzung um mehr als 330 Prozent angestiegen. Um den Trend besser zu verstehen, hat Flurry den Fitness- und Gesundheitsmarkt in vier Unterkategorien unterteilt:

  • Workout & Gewichtsabnahme
  • Gesundheit
  • Ernährung
  • Fitness & Studio

Dabei zeigt sich: Workout- und Gewichtsabnahme-Apps nehmen insgesamt 73 Prozent aller gestarteten App-Sessions im Bereich Fitness und Gesundheit ein. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2014 noch 55 Prozent. Workouts und die Dokumentation von Gewichtsabnahmen sind dabei die wichtigsten Funktionen für Nutzer dieser Kategorie. Wearables wie Fitness-Armbänder und Smartwatches treiben diese Entwicklung voran.

App-Nutzung im Fitnessstudio: Mehr als nur eine Option

Fitness- und Studio-Apps legen den Analysten zufolge im Vergleich zu den anderen Kategorien am deutlichsten zu: Seit 2014 sind sie um mehr als 830 Prozent gewachsen. Wiederholt hatten User den Wunsch geäußert, dass sie ihren Studio-Besuch gern über eine App planen möchten. Entsprechend wichtig ist es für Studios geworden, ihren Nutzern eine App anzubieten, mit der sie bequem Workouts und Kurse managen können.

Der Aufschwung von Fitness- und Studio-Apps bringt jedoch einen Abschwung von Ernährungs-Apps mit sich. Grund dafür: Immer häufiger bündeln Fitness- und Studio-Apps bereits passende Inhalte zur Ernährung an einem Ort.

Gesundheit und Fitness im Sommer am wichtigsten

Wie stark Fitness-Apps genutzt werden, hängt sehr von der Jahreszeit ab: In den letzten Monaten eines Jahres geht die App-Nutzung stets stark zurück und erreicht in den Weihnachtsferien einen Tiefpunkt. Am 25. Dezember ist die Nutzung dann am niedrigsten: Fitness-Apps werden an diesem Tag 57 Prozent weniger genutzt als am aktivsten Tag des Jahres. Im Januar zieht die Nutzung hingegen wieder an, wenn User ihre Neujahrsvorsätze gefasst haben. Bis zum Sommer steigert sie sich immer weiter und erreicht im August ihren Höhepunkt. So war in den vergangenen drei Jahren der August stets der aktivste Monat – die Nutzungsrate war dann um rund 23 Prozent höher als im Jahresdurchschnitt.

Auch im Wochenverlauf richtet sich die Nutzung von Fitness-Apps nach den Workout-Gewohnheiten der Nutzer. So sind die User von Montag bis Mittwoch am motiviertesten. Wenn sich das Wochenende nähert, geht die App-Nutzung zurück. Am Sonntag ist die Aktivität am geringsten: Es gibt 10 Prozent weniger Aufrufe als im Wochendurchschnitt.

Im Wochenüberblick öffnen 75 Prozent der aktiven User ihre Gesundheits- und Fitness-Apps mindestens zwei Mal die Woche. Eine Obergrenze der App-Sessions gibt es dabei nicht, denn der Prozentsatz von Sportbegeisterten ist bemerkenswert hoch: Mehr als 25 Prozent der Nutzer öffnen ihre Apps mehr als zehn Mal die Woche.


Als Teil von Oath wird Flurry Analytics von Entwicklern in den Programmiercode von Apps integriert, um das Nutzerverhalten auszuwerten. Im letzten Jahr wurden mehr als 940.000 Anwendungen in über 2,1 Milliarden Geräten mit 3,2 Billionen App-Sessions beobachtet.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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