Gute Gespräche mit dem Kofferpsychiater
Auch das noch: Bald spricht die Reklame mit uns. In den Visionen zahlreicher Unternehmen verwandelt sich die Welt in eine besonders schräge Variante des Philip K. Dick-Kontinuums. So könnte es zum Beispiel sein, dass diese Kolumne in einigen Jahren von einer App verfasst wird.
Trotzdem: Viele Zukunftsvisionen floppen. So wird seit Jahrzehnten vom Durchbruch der Spracherkennung geredet. Warum kommt er nicht? Weil Maschinen keine Menschen sind und nichts von sozialer Interaktion verstehen, meint Wired. Der von Dick in vielen Stories eingesetzte Kofferpsychiater wird wohl bleiben, was er war: Eine lustige Satire auf das holzschnittartige Gerede der Psychotherapeuten.
Doch wieder zurück von den Computern der modernen Mythologie zur wirklichen Welt. Das Internet macht uns arm. Das Internet macht uns reich. Das Internet geht kaputt. Das Internet wird immer gefährlicher. Das Internet ist keine gute Gesellschaft. Das Internet muss nicht responsiv sein. Das Internet verwirrt uns. Her mit dem Kofferpsychiater!
Die Erkenntnis: Das Internet ist ein Projektionsraum mit irrsinnig viel Platz. Und mit zahlreichen Überraschungen. Kannten Sie schon diese zehn Hightech-Unternehmen? Ihre Gemeinsamkeit: Sie sind riesig und nicht an der Börse. Wer so etwas auch erreichen will, benötigt eine bestimmte innere Einstellung. Und es ist sicher sinnvoll, die kalifornische Ideologie zu vertreten.
Doch wer zu naiv und unüberlegt an die Dinge herangeht, kann scheitern. Im einfachsten Fall trifft er Fehlentscheidungen, die er später bereut. Im schlimmsten Fall füllt er sich zu allerletzten Entscheidungen getrieben. Doch auch der Erfolg fühlt sich nicht immer wie ein Sieg an: Dieser junge Entrepreneur hat Kritiker und Zweifler an den Hacken.
Bildquelle: Pauline / pixelio.de