30.06.2017 Longreads für das Wochenende

Halleluja, das iPhone wird zehn Jahre alt

Von: Ingo Steinhaus

Alles, aber auch wirklich alles, was es zum iPhone zu sagen gibt. Mit freundlichen Grüßen von der iPhone Admiration Cathedral in Bergisch Gladbach-Refrath.

Am 29. Juni 2007 kam der technische Erlöser auf den Markt - das iPhone. Es war dieses Gerät, das uns von winzigen Tasten mit (für Alterssichtige) unlesbaren Beschriftungen erlöste. Stattdessen brachte es uns einen Touchscreen und die Bezeichnung "Wischen" für das Verstreichen von Hautfett auf Glas.

Aber im Ernst: Die iPhone-Revolution hat eine ganze Menge verändert. Vor allem hat sie eine viele andere technologische "Revolutionen" nach sich gezogen. Eine wichtige und offensichtliche Veränderung: Smartphones sind von Nerd-Engines zu ultrapräsenten Alltagsgeräten geworden. Auch sonst war das iPhone der Auslöser vieler Entwicklungen in Gesellschaft und Technik.

Das iPhone definiert das 21. Jahrhundert, meint Horace Dediu. Wired nennt es die Alles-Maschine und viele Nutzer bezeichnen es als ihr digitales Schweizer Offiziersmesser. Doch der Erfolg neuer Technologien zieht auch Skeptiker und Kritiker an. Die bringen allerdings seit mehreren Jahrtausenden die immer gleichen Argumente: Neue Technologien führen zu Sucht und Isolation.

Mit dem von den Verkaufserfolgen des iPhones ausgelösten Rückenwind stieg Apple von einem in der Nische beliebten Hersteller zu dem [hier Superlativ einfügen] Unternehmen aller Zeiten.

Zwei wichtige Fragen stellen sich angesichts der iPhone-Geschichte: Wie sieht das iPhone in 20 Jahren aus? Und: Welche Technologie ist heute so innovativ wie das iPhone?

Das iPhone ist im Grunde überall und wird deshalb verschwinden.

Bildquelle: Apple

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