„Mittlerweile betreiben wir Serverfarmen auf drei Kontinenten“, berichtet Rüdiger Narr, der bei Trivago für den Bereich Global Product Development zuständig ist.
Herr Narr, welche Rolle spielt das Thema „Mobility“ heutzutage für Trivago?
Rüdiger Narr: Immer mehr Kunden benutzen unsere Hotelsuche mit einem Smartphone oder einem Tablet. Insbesondere der „Mobile First“-Ansatz gilt auch für den Benutzer. Unterwegs oder daheim auf der Couch wird schon eine Vorauswahl der Hotels getroffen. Die meisten Buchungen finden aber noch klassisch am Desktop-Computer statt.
Wann und vor welchem Hintergrund haben Sie sich entschieden, Ihre Dienstleistungen auch über (eine) Mobile App(s) anzubieten?
Narr: Mobile Apps gab es von Anfang an bei uns. Mit unserem Service alle gängigen Geräte und Betriebssysteme abzudecken, war immer Teil der Strategie. Im letzten Jahr haben wir dann zusätzlich unseren Webservice auf eine vollständig „Responsive Website“ umgebaut, um unabhängig von Displaygrößen die ideale User Experience bieten zu können.
Welche Kriterien sollte(n) die App(s) erfüllen?
Narr: Unser Ziel ist es, dass Reisende das für sie ideale Hotel zur günstigsten Rate finden. Diese Anforderungen stellen wir also auch an unseren mobilen Service. Das heißt, individuelle Filterkriterien wie Hotelsternekategorie, Preis oder Art des Hotels müssen ebenso einfach und anwenderfreundlich dargestellt sein wie die eigentliche Buchung.
Wer hat die App(s) entwickelt und wie sind Sie bei der Auswahl des App-Entwicklers vorgegangen? Inwiefern waren Sie selbst an der Entwicklung beteiligt?
Narr: Bei uns findet die gesamte Produktentwicklung der Hotelsuche in-house statt. Konzeption, Design, Webentwicklung, Internationalisierung, Qualitätssicherung, Analyse und Marketing werden von unserem Team in Düsseldorf durchgeführt. Mit einer Ausnahme: Bei der App-Entwicklung arbeiten wir erfolgreich mit Agenturen wie Rheinfabrik in Düsseldorf und NxtBgThng in Berlin zusammen.
Welche Herausforderungen gab es bei der Umsetzung zu bewältigen und wie lange dauerte sie?
Narr: Die Umsetzung und Verbesserung findet bei uns kontinuierlich statt. Unsere Produkte – Apps wie Webseite – sind nie „fertig“, wir arbeiten kontinuierlich an neuen Features und Verbesserungen der bestehenden Funktionalität. Mit den stark wachsenden Benutzerzahlen ist ebenfalls ein stetiger Ausbau unserer Backend-Architektur nötig. Mittlerweile betreiben wir Serverfarmen auf drei Kontinenten.
Für welche Betriebssysteme und Endgeräte wurde(n) die App(s) entwickelt und warum?
Narr: Bisher beschränken wir uns auf iOS- und Android-Apps. Damit decken wir über 90 Prozent des relevanten Marktes ab – eine klare Entscheidung, unsere Ressourcen möglichst effizient und effektiv einzusetzen. Wir werden aber insbesondere den Marktanteil der mobilen Windows-Betriebssysteme im Auge behalten.