Es gibt Dutzende Cloud-Dienste, Smart-Home-Geräte und noch viele weitere Dinge, die mit einem Internet-Abschluss ausgestattet sind und mehr oder weniger nützliche Aufgaben erledigen. Und es gibt den Webservice IFTTT, mit dem sich diese Dinge untereinander verknüpfen lassen.
Die kostenlose Plattform integriert so gut wie alle Cloudservices für Privatleute und einige Business-Dienste. Außerdem kann IFTTT bestimmte Ereignisse wie Anrufe oder das Knipsen eines Fotos in Android und iOS abfangen. Darüber sind auch zahlreiche Geräte aus dem Internet der Dinge in die Plattform integriert, etwa Smart-Home-Produkte, Fitnessgeräte, Wearables, Connected-Car-Produkte und vieles mehr.
Der Nutzer des Dienstes kann ein sogenanntes Applet erzeugen, mit dem einzelne Dienste verknüpft werden. Ein Beispiel: Wenn ein smarter Wassersprenger loslegt oder wieder stoppt, kann er Datum und Uhrzeit in eine Tabelle von Google Docs eintragen. Ein anderes Beispiel, diesmal mit rein Cloud Funktion: für einen neuen Artikel zum späteren Lesen in Pocket einfügt, kann Ihn zugleich in Evernote speichern.
Diese Applets hatten bislang eine entscheidende Einschränkung: Es waren nur reine Wenn-Dann-Verknüpfungen von zwei Diensten möglich. Diese Beschränkung ist vor einiger Zeit gefallen, Der Service hat eine neue Entwickler-Plattform aufgebaut, bei der kommerzielle Geschäftspartner für eine Monatsgebühr von 200 Dollar komplexe Applets entwickeln können. Ein Beispiel: Jedes Foto, das bei Instagram verglichen wird, wird automatisch auch auf Twitter veröffentlicht und anschließend in der Dropbox archiviert.
Vor kurzem hat der Service die neue Plattform auch für nichtkommerzielle Entwickler geöffnet. Wer kostenlos eigene, nicht-kommerzielle Applets bauen und veröffentlichen will, muss sich als Maker registrieren. Anschließend kann er alle von IFTTT angebotenen Services in seinen Applets nutzen, auch wenn er beispielsweise die entsprechenden Geräte nicht selbst besitzt. Gegenüber den einfachen Wenn-Dann-Applets besitzt die neue Plattform zwei wesentliche Erweiterungen:
Vor allem die Filterfunktion macht die erweiterten IFTTT-Applets für Entwickler interessant, denn hier kann in den Programmablauf eingegriffen werden. Da die Plattform inzwischen ungefähr 440 Services aller Art miteinander verknüpfen kann, hängt es nur von der Kreativität der Entwickler ab, was sie auf welche Weise untereinander verknüpfen. Es ist gut möglich, dass sich die Plattform für die Anbieter der Dienste, vor allem aber für die langsam populärer werdenden IoT-Geräte zu einer Quelle für spannende Anwendungsfälle wird.
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