Nachgefragt bei Hansjörg Schmidt, Wice

Immer mobil verfügbar

Interview mit Hansjörg Schmidt, Marketing- und Vertriebsleiter der Wice GmbH

Hansjörg Schmidt, Wice

„Mittelfristig werden die Tablets das Hauptarbeitsmittel der mobilen Anwender werden“, ist sich Hansjörg Schmidt, Marketing- und Vertriebsleiter der Wice GmbH, sicher.

Herr Schmidt, wie gestaltet sich die derzeitige Nachfrage nach Mobile CRM
– sowohl im Mittelstand als auch bei Großunternehmen? In welchen Branchen ist das Interesse am größten?
Hansjörg Schmidt:
Das iPad & Co. verdrängen immer mehr den klassischen PC als Hauptarbeitsmittel. Mit dem Aufkommen der Tablets hat sich die Nachfrage nach mobilem CRM in sämtlichen Branchen rasant erhöht.

Worauf legen die Anwender mobiler CRM-Lösungen besonders Wert und welche Bausteine sind ihnen am wichtigsten?
Schmidt:
Die Anwender wollen das Anwendungsgefühl aus dem privaten Bereich immer mehr auch bei der Businesssoftware erleben. Die sozialen Netzwerke haben den Anwendern gezeigt, dass Kommunikation auch einfach sein kann und Spaß macht. Deshalb ist den Anwendern mobiler CRM-Lösungen die Oberfläche besonders wichtig.

Inwieweit kann der Umfang einer klassischen CRM-Lösung überhaupt mobil abgebildet werden?
Schmidt:
Greift man auf wirklich plattformunabhängige webbasierte CRM-Lösungen zurück, ist der Umfang auf allen Plattformen identisch.

Wie wird das reibungslose Zusammenspiel zwischen der Desktopvariante und der mobilen Lösung gewährleistet?
Schmidt:
Anwender sollten hier auf Systeme zurückgreifen, die bereits von Haus aus mobil sind. Systeme, bei denen die mobile Lösung erst später hinzugekommen ist, werden nur sehr eingeschränkt miteinander zusammenarbeiten.

Sind individuelle Anpassungen bei Ihrer mobilen CRM-Lösung jederzeit möglich? In welchem Fall ist dies nicht möglich?
Schmidt:
Über unsere Plug-in-Architektur sind Anpassungen an das System ohne Probleme möglich, und diese sind über die Weboberfläche auch immer mobil verfügbar.

Wovon ist es abhängig, ob Anwender im Bereich „Mobile CRM“ eher auf native oder webbasierte Apps setzen?
Schmidt:
Auf Smartphones ist eine native App sicherlich in der Regel im Vorteil, auf den Tablets kann eine App auch Vorteile bringen. Wenn der Anbieter jedoch garantiert, dass das System ebenso auf sämtlichen Browsern auf den mobilen Plattformen läuft, wird eine App nicht benötigt. Dadurch minimiert sich auch der Betreibungsaufwand.

Welche Rolle spielt hier das Thema „Offline-/Online-Fähigkeit“? Gibt es einen Zusammenhang zwischen offline/online und native/webbasiert?
Schmidt:
Wir erleben seit mindestens zwei Jahren, dass die Frage nach offlinefähigen Lösungen stark nachgelassen hat. Das Internet ist in Deutschland fast flächendeckend vorhanden und mit dem Aufbau der LTE-Netzwerke hat man eine performante Alternative zum heimischen Netzwerk zur Verfügung.

Inwieweit werden die CRM-Daten auf dem Endgerät gespeichert oder kommen sie ausschließlich aus der Cloud?
Schmidt:
Wice CRM ist von Beginn an – und wir sind seit 2001 am Markt – cloud-basiert. Unsere Kunden können sich dabei entscheiden, ob sie in die Public Cloud gehen und wir das System betreiben oder ob sie lieber eine Private Cloud betreiben wollen und dann vollständige Kontrolle über das System und die Daten haben. Der Funktionsumfang ist identisch.

Wie unterscheiden sich die native und webbasierte Variante einer mobilen CRM-Lösung kostentechnisch voneinander?
Schmidt:
Bei Wice CRM gibt es keinen Preisunterschied. Die Anwendung kostet 30 Euro im Monat pro User oder 450 Euro pro User beim Lizenzkauf.

Was passiert, wenn der Anwender sein Endgerät wechselt? Kann die mobile CRM-Lösung/Lizenz problemlos auf das neue Gerät übertragen werden? Worauf muss der Anwender hierbei achten?
Schmidt:
Dies ist bei uns kein Problem. Die Anwender sollten darauf achten, dass der Hersteller den Betrieb auf sämtlichen mobilen Plattformen garantiert. Gerade bei webbasierten Systemen gibt es häufig die Beschränkung auf den Browser der „Hausmarke“. Damit schränkt man sich unnötig ein.

Laut einer aktuellen PAC-Studie kommen mobile CRM-Lösungen derzeit am häufigsten auf Laptops zum Einsatz. Warum hinken Smartphones und Tablets hier noch hinterher?
Schmidt:
Weil der Austausch der Geräte auch eine Kostenfrage ist. Mittelfristig werden die Tablets das Hauptarbeitsmittel der mobilen Anwender werden.

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