Apps & Co.

Inhalte sammeln und im Web verbreiten

Inzwischen gibt es immer mehr Dienste, die sich dem “Storytelling” und dem Kuratieren von Webcontent verschrieben haben. Die wirklich interessanten Anwendungen stellen wir in einem Kurzüberblick vor.

Eine Zeitleiste mit Timeline JS

Storify hat es vorgemacht: Geschichten erzählen mit dem Social Web. Der Vorreiter-Service ist eine einfache Möglichkeit, selbst geschriebene Texte und Fundstücke aus dem Internet zu einer Art Erzählung zu verbinden. Die Webschnipsel können dabei zum Beispiel von Twitter, Facebook oder Instagram kommen.

Inzwischen gibt es immer mehr Dienste, die sich dem “Storytelling” und dem Kuratieren von Webcontent verschrieben haben. Vor allem die Aufbereitung und Darstellung von Inhalten wird von einer ganzen Reihe an interessanten Webapps angeboten. Storify ist dabei nur eine mögliche Variante der Aufbereitung: Der Feed, also die Schlange aus Content, die sich der Länge nach abspult.

Der Dienst Tint ist eine praktisch Alternative, mit der ein automatischer Social Feed in Blogs, Websites oder Apps angezeigt werden kann. Quelle für einen Tint-Feed können beliebige Profile in diversen sozialen Netzwerken oder RSS-Feeds sein - sofern die Inhalte öffentlich angezeigt werden.

Twitter-Nutzer haben eine zweite Alternative: Die “Custom Timelines”, die Twitter selbst anbietet. Voraussetzung dafür ist neben einem Twitter-Account der Einsatz des kostenlosen Twitter-Tools Tweetdeck. Dann können die Nutzer Tweets unter einem bestimmten Thema zusammenfassen, teilen und auf anderen Seiten einbetten. Auch hier gilt: Die Quelle ist beliebig, muss aber öffentlich twittern.

Doch Feeds sind nicht alles. Eine weitere Darstellungsart ist die Liste, die sich vor allem für Verweise auf Websites und andere Angebote im Internet eignet. Der Service Listly ist ein  recht umfangreiches Tool, mit dem “sozial aktive” Listen zusammengestellt werden können. Inhalt kann alles sein, was eine URL hat. Die einzelnen Einträge können von den Lesern bewertet werden und ist ist sogar möglich, das sie die Listen erweitern.

Einen ganz anderen Ansatz hat Readlists. Der Dienst ist zunächst einmal eine Möglichkeit, einzelne Webseiten mit Artikeln als eine Art Leseliste zu sammeln. Die Besonderheit: Diese Listen können dank der Anbindung an den Später-Lesen-Dienst Readability am Stück im ePUB-Format heruntergeladen und als eBook auf Lesegeräte (Kindle, iPhone, iPad) geschickt werden.

Eine dritte Darstellungstechnik ist die Zeitleiste, die bei Chronologien und historischen Themen einem Feed überlegen ist. Hier gibt es drei relevante Dienste: Timeline JS, Dipity und Timeglider.

Timeline JS ist Open Source und kann auch auf einem eigenen Server installiert werden. Die beiden anderen Dienste haben in der Gratisversion eingeschränkte Funktionen, unter anderem bei der Veröffentlichung. Wer mehr will, muss die kostenpflichtigen Premium-Accounts buchen.

Eine weitere, sehr schicke Darstellungsalternative sind die Baumstrukturen von Pearltrees. Der kostenlose Service ordnet Links so an, dass sie die Anzeige von inhaltlichen Verbindungen erlaubt. Jeder Verweis wird von einer Perle dargestellt und in Baumstrukturen organisiert und miteinander verbunden.

Bildquelle: Screenshot

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok