04.01.2017 Kartendienst von Daimler, BMW und Audi

Intel steigt bei Here ein

Intel beteiligt sich am Kartendienst Here von Audi, BMW und Daimler. Das US-Unternehmen kündigte die Übernahme eines 15-prozentigen Anteils an.

Zentrale des US-Chipherstellers Intel im kalifornischen Santa Clara. Foto: Andrej Sokolow/Archiv

Zentrale des US-Chipherstellers Intel im kalifornischen Santa Clara. Foto: Andrej Sokolow/Archiv

Die deutschen Autobauer hatten den Kartendienst Here 2015 für mehr als 2,5 Milliarden Euro von Nokia gekauft. Digitale Karten sind eine Basis für Fahrdienst-Apps und ein zentraler Baustein für den Betrieb selbstfahrender Autos.

Nun ist der Chiphersteller Intel in das Projekt eingestiegen. Zum Kaufpreis machte Intel zunächst keine Angaben.

Here soll den Autobauern und ihren Partnern hochpräzise Karten liefern und so Unabhängigkeit von den wenigen anderen großen Anbietern wie Google oder TomTom bieten. Auch der Fahrtenvermittler Uber war zwischenzeitlich als ein Interessent für Here gehandelt worden. Apple schickt ebenfalls Kamera-Wagen durch die Straßen, um seine hauseigenen Kartendienste auszubauen.

Ende Dezember erst hatten BMW, Daimler und Audi asiatische Investoren bei dem Kartendienst an Bord geholt, um den lukrativen Zukunftsmarkt China zu erschließen. Insgesamt gingen dabei zehn Prozent der früheren Nokia-Tochter an den chinesischen Kartenanbieter Navinfo, den ebenfalls aus China stammenden Internetkonzern Tencent sowie den Staatsfonds GIC aus Singapur, wie die Unternehmen mitteilten. Mit Navinfo gründet Here eine Gemeinschaftsfirma mit gleichen Beteiligungen. Finanzielle Details wurden auch hier nicht genannt.

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dpa/rs

 

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