Dr. Konstantin Zoggolis, Mediola

Intelligente Stromzähler für mobile Endgeräte

Interview mit Dr. Konstantin Zoggolis, Gründer der Mediola Connected Living AG

Dr. Konstantin Zoggolis, Mediola

Dr. Konstantin Zoggolis, Gründer der Mediola Connected Living AG

Herr Dr. Zoggolis, Stichwort Smart Metering: Wie können die intelligenten Stromzähler mit mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets verknüpft werden?
Dr. Konstantin Zoggolis: Innerhalb unseres Systems erfolgt die Verknüpfung über den Mediola-Server. In Abhängigkeit vom jeweiligen Smart Meter werden die Messdaten entweder direkt über das Netzwerk (IP-fähige Geräte) oder via Mediola a.i.o. Gateway (funkbasierende Geräte) an den Server übergeben. Auf dem Server werden die Daten schließlich nach verschiedenen Kriterien (individuell definierbar) grafisch aufbereitet und für die Anzeige per App auf den mobilen Geräten bereitgestellt.

Welche Vorteile haben die privaten Nutzer davon?
Dr. Zoggolis: Die Visualisierung des eigenen Verbrauchsverhaltens informiert den Benutzer und fördert den bewussten Umgang mit der kostbaren Ressource Energie. Auf diese Weise wird der Blick für Einsparpotentiale geschärft, die der Benutzer über unser System einfacher und besser erschließen kann, indem beispielsweise einzelne elektrische Verbraucher in Abhängigkeit von Leistungsmesswerten selbsttätig geschaltet und „Spartarife“ durch das System automatisch ausgenutzt werden.

Wie steht es derzeit um die Sicherheit bzw. den Datenschutz der privaten Energiedaten?
Dr. Zoggolis: Bei uns erfolgt die Übertragung der Daten via AES-Verschlüsselung. Die grafischen Aufbereitungen für die mobilen Geräte stehen jedem Benutzer exklusiv über seinen Mediola-Account zur Verfügung.

Wie ist es derzeit um die Standardisierungen beim Smart Metering bestellt?
Dr. Zoggolis: Für uns als Hersteller einer Smart-Home-Lösung, die unterschiedliche Techniken und Standards für den Benutzer in einer einheitlichen Benutzeroberfläche zusammenfasst, wäre eine allgemeine Standardisierung in diesem Bereich sehr wünschenswert. Nach unserer – externen – Einschätzung ist in diesem Bereich jedoch noch einiges an Entwicklungs- und Umsetzungsarbeit in der Energiebranche zu leisten.

Wie sieht Ihrer Ansicht nach die Weiterentwicklung von Smart Metering in den nächsten Jahren in Deutschland aus?
Dr. Zoggolis: Smart Metering wird in Deutschland in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen. Es ist jedoch zu erwarten, dass die prozentualen Steigerungsraten zunächst hinter jenen in anderen Ländern wie beispielsweise Österreich und der Schweiz zurückbleiben werden.

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